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  09.00.2005  27:01   +Feedback

TYPOSKRIPT analysiert den Film "Paradise Now"

Aus dem Newsletter ‘TYPOSKRIPT aktuell‘:

Am 29. September 2005 startet in den deutschen Kinos das antisemitische Judenmörderdrama PARADISE NOW. Der Film wird inzwischen auch von der Bundeszentrale für Politische Bildung als Unterrichtsmaterial empfohlen. Während bislang deutsche Finanzen via EU anitiisraelische Demagogie nur in palästinensischen Schulen finanzierte, richtet sich das Unternehmen, an dem neben Filmproduzent Bernd Eichinger auch Kulturstaatsministerin Christina Weiss und besagte Bundeszentrale für Politische Bildung mittun, nun unmittelbar auf das deutsche Klassenzimmer.

Tjark Kunstreich ergründet, warum der Film PARADISE NOW ein Symptom der deutsch-palästinensischen Koprojektion ist und kaum mehr zum Skandal reicht.

Der Filmwissenschaftler Tobias Ebbrecht analysiert den Film im Detail und beschreibt, warum als Unterhaltung mit Kunstanspruch konsumiert werden kann, was in Israel furchtbarer Alltag ist: die willkürliche Ermordung von Menschen, die unabhängig von Herkunft, Glauben oder politischer Einstellung aus antisemitischem Hass auf Israel als Israelis und Juden zum Tode verurteilt werden.

Ralf Schroeder schaut kulturhistorisch bis zu Heinrich Heine und Richard Wagner zurück und ergründet den Mythos des Selbstopfers. Denn der Kulturkampf zwischen Wagner und Heine, zwischen opferwahnsinnigem Mythos, der im Tode die Erlösung wähnt, und der erbitterten Kritik, die für die Sinnlichkeit des Lebens streitet, tobt noch immer. Das Theater liegt heute längst in Trümmern, aber das Stück geht weiter. Nun werden die alten Motive auf die Leinwand gebracht: PARADISE NOW.

Hier geht es auf die Seite von TYPOSKRIPT:
http://www.typoskript.net/

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