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Auslese



  30.08.2014   17:17   Leserkommentare

Sagen sie jetzt nix (Folge 3)

Petapa ist überall

Sie fragt mich, ob ich wisse, warum der indische Pipal-Baum nicht nur ein heiliger Baum sei, sondern auch als Buddha-Baum bezeichnet werde. Wie immer, wenn ich mit ihr spreche, fällt mir darauf keine eloquente Antwort ein. Und wie immer beginnt sie, mir die Geschichte ihres Hundes zu erzählen. “Petapa” sei der Name des bettelarmen Ortes in Guatemala, in dem sie ihren Vierbeiner aufgelesen und gerettet habe. Das würde ihn so besonders machen. Er sei ein Hund mit Geschichte, mit Kultur, ein echter “Typ” eben. Stolz bezeichnet sie ihn als eine “wilde Latinokreuzung”, ein “ehrliches Stückchen Natur”, das ist ihr wichtig. Eben kein “Designerhündchen vom Züchter”, wie sie immer betont. Kurz schaut sie zu meinem Hund rüber.

Ihr Hund sei ihre Aufgabe, ihr Platz in der Welt. Um einem verlorenen Lebewesen eine Chance...

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Kategorie(n): Kultur  Bunte Welt 


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  30.08.2014   15:56   Leserkommentare

Den Tories läuft die Zukunft davon

Dass David Cameron über das Jahr 2015 hinaus Premierminister Grossbritanniens bleiben wird, ist am Donnerstag wieder ein wenig unwahrscheinlicher geworden. Auslöser des „seismischen Schocks“ („DailyTelegraph“) ist Douglas Carswell, 43, seit neun Jahren Abgeordneter für den Wahlkreis Clacton. Nun hat Carswell bekannt gegeben, Camerons Konservative Partei zu verlassen und sich der Unabhängigkeitspartei (Ukip) anzuschliessen, die einen Austritt Grossbritanniens aus der EU fordert.

Der erste Tory, der zu Ukip wechselt, ist Carswell beileibe nicht. Dennoch sollte sein Entscheid für die Parteiführung um Cameron so etwas wie die unheilverkündende Schrift an der Wand darstellen: Selbst der establishmenttreue «Economist», der es liebt, Ukip als Partei notorisch aleseliger Pubgänger abzuqualifizieren, findet für Carswell nichts...

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Kategorie(n): Ausland 


  30.08.2014   10:52   Leserkommentare

Willkommen in der Wirklichkeit, liebe Nachbarn!

Markus Somm

Vielleicht ist diese Meldung, die in den vergangenen Tagen zuerst in der NZZ erschienen ist, etwas untergegangen: Das deutsche Kabinett denkt über Massnahmen nach, wie es den sogenannten Sozialtourismus vermeiden kann, also die Tatsache, dass offenbar auch in Deutschland nicht nur Leute ein wandern, die Arbeit suchen und finden, sondern auch zusehends Immigranten aus der EU auftauchen, die geradewegs ins Sozialsystem wechseln.

Wir leben in interessanten Zeiten. In Deutschland, wo das Volk noch nie darüber abstimmen durfte, ob es die Personenfreizügigkeit mit Europa will oder nicht: Selbst in Deutschland ist das Thema Immigration zu einem politischen Gegenstand erster Ordnung aufgerückt. Wie dramatisch die Lage eingeschätzt wird, lässt sich daran ablesen, dass die Regierung überhaupt reagiert. Üblich ist es in Berlin...

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Kategorie(n): Inland 


  29.08.2014   14:47   Leserkommentare

1989 - Tagebuch der Friedlichen Revolution

Sechsundzwanzigster August

Der Schriftsteller Günther Deicke notiert hellsichtig in sein Tagebuch: „Wer die Macht hat (13. August 1961), verliert bald den Verstand (11. Plenum), dann das Vertrauen (Ausreiseanträge), dann den Überblick (Massenflucht über Ungarn), dann den letzten Rest Verstand (‚bewährten Kurs fortsetzen‘)- und schließlich auch noch die Macht - … warte nur, balde …“

Während immer mehr Bewohner des Landes ihrer Heimat für immer den Rücken kehren, arbeiten andere mit ganzer Kraft an der Veränderung des Staates, dessen Existenz sie immer noch nicht infrage stellen. In der Berliner Golgatha-Gemeinde stellt eine Handvoll Bürgerrechtler ein sensationelles Projekt vor: Markus Meckel und Martin Gutzeit präsentieren nun auch der Öffentlichkeit den Aufruf zur Gründung der SDP. Mehr als vierzig Jahre,...

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Kategorie(n): Inland 


  29.08.2014   13:51   Leserkommentare

Hollande im Schröder-Dilemma

Die nächste Regierungskrise erschüttert Frankreich. François Hollande gerät in eine Situation wie Gerhard Schröder 2003. Das Land braucht liberale Reformen, seine Sozialisten blockieren. Doch der Präsident zeigt plötzlich Mut.

Die linken Widersacher sind gefeuert. Ein Investmentbanker wird Wirtschaftsminister. Und eine Reformagenda steht an. Francois Hollande macht Ernst. Während die Presse noch die Paniktonlage einer Regierungskrise anstimmt, fängt Frankreichs Präsident endlich an, ernsthaft zu regieren. Es ergeht ihm genau wie Gerhard Schröder im Jahr 2003: Das Land droht in Sozialstaatsverkrustung zu ersticken, die Wirtschaft lahmt, der Wohlstand ist in Gefahr, die Staatsverschuldung steigt und linke Parteien wie Gewerkschaften verhindern jede Modernisierung. Die Diagnose führte Kanzler Schröder weiland zur Erkenntis,...

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Kategorie(n): Ausland  Wirtschaft 


  29.08.2014   12:56   Leserkommentare

... weil nicht sein kann, das nicht sein darf!

Die Riesenzwerge vom Zentralrat d.J.i.D. planen für den 14. September eine Demo vor dem Brandenburger Tor gegen den, Sie ahnen es, Antisemitismus!

Nun könnte man meinen, nachdem die Juden im Laufe der letzten 2.000 Jahre genug für den Antisemitismus geleistet haben - ich sage nur Jesus, Marx, Freud, Einstein, Trotzki, Mark Spitz, Bernie Madoff und Woody Allen -, wäre es jetzt an den Nichtjuden, etwas gegen den Antisemitismus zu unternehmen. So rein theoretisch betrachtet, vom Prinzip der Arbeitsteilung her. Praktisch aber bleibt auch dieser Job an den Juden hängen.

Damit es aber nicht nach einem Insider-Trading aussieht, hat der Zentralrat bei ein paar Nichtjuden angeklopft und um ein Testimonial gebeten. Macht sich immer gut, so was. Fielmann macht es mit Brillenträgern, Haribo mit Thomas Gottschalk, Opel mit Jürgen Klopp.

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Kategorie(n): Inland  Kultur 


  29.08.2014   11:16   Leserkommentare

Gouvernanten mit letalen Argumenten

Eine der wichtigsten Aufgaben eines Karrierepolitikers besteht darin, sinnbefreite Äußerungen kämpferisch vorzutragen. Zweifel am Gesagten oder gar persönliche Scham über die Einfachheit des Gesagten dürfen dem Redner nicht angemerkt oder am besten vom Redner gar nicht mehr empfunden werden. Ein erfolgreicher und populärer Politiker studiert daher täglich die Meinungsumfragen und kennt darüber hinaus die Gefühlswelten seiner Stammwählerschaft wie die eigene Westentasche. Was mag der Wähler, was hasst der Wähler? Welche Phrase erregt welche Emotion? Ziel ist es, als politischer Meinungspfleger den Wähler mittels einfach zu erfassender Gemütsäußerungen in seinem Empfinden zu bestätigen und ihn ansonsten nicht weiter zu behelligen oder gar zu beunruhigen.

Die Welt von heute weist eine enorme Komplexität auf. Die Frage,...

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Kategorie(n): Inland 


  28.08.2014   12:42   Leserkommentare

Nachts ist es kälter als draußen

Jetzt ist es ja wieder etwas wärmer geworden, etwas, und da vergisst man schnell, was noch vor ein paar Tagen los war. Da war es nämlich bitter kalt. Für einen Sommermonat jedenfalls. Ich habe für mich die Heizsaison im Haus eröffnet. Und ich habe auch eine Sendung im Fernsehen gesehen, in der es darum ging, ob die Vermieter bei solch – für den Monat August – ausnehmend kalten Tagen, wie sie uns jetzt beschert wurden, für seine Mieter die Heizung anschmeißen muss. Und dann das.

Am Dienstag zitierte die Nachrichtenagentur dpa Adrian Leyser vom Deutschen Wetterdienst (DWD) mit dem Statement, der August sei überdurchschnittlich warm gewesen. Zwar nur 0,1 Grad, aber: zu warm. Der August ist normalerweise einer der beiden wärmsten Monate in Deutschland. Wenn man da schon heizen muss – kann es dann im August...

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Kategorie(n): Klima-Debatte