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Auslese



  16.09.2014   00:21   Leserkommentare

Berg Sinai vs. Berg Olymp

Heute soll es hier einmal um den Vergleich zwischen den Bergen Sinai und Olymp gehen. Der eine Gott gegen die vielen Götter. Interessant ist nämlich, dass dem biblischen Gott gerne als zivilisatorischer Sprung zugesprochen wird, dass er dialogbereit war. Dass die Menschen mit ihm handeln, streiten und diskutieren konnten. Was nun aber in der Bibel steht, spricht nicht unbedingt für eine ausgeprägte Debattenkultur, die da etabliert wurde. Gott diktiert die Zehn Gebote, er diktiert seine Regeln und er droht mit Strafen, wenn man sich gegen ihn stellt.

Er scheint viel zu unsicher zu sein, als dass er wirklich Lust auf Diskussionen haben könnte. Er hat ja ständig Angst, dass ihn dieses eine Volk, auf das er ein besonderes Auge geworfen hat, verlässt, vergisst und verhöhnt. Man kann kein Interesse an wilden Diskussionen haben, wenn...

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Kategorie(n): Inland  Ausland  Kultur  Wissen 


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  15.09.2014   22:01   Leserkommentare

Jubeltext

Wie wohl lobe ich die Achse für ihr zehnjähriges Bestehen? Wie zeige ich, wie sehr sie mich freut? Nach längerem Herumdenken wurde mir just jetzt die richtige Story in den Schoß geworfen:

Als Reisejournalistin wird man da und dort eingeladen. Sieht dies oder jenes, manchmal Grandios, manchmal langweilig, manchmal unsäglich. Und berichtet darüber. Theoretisch. Praktisch lässt man oft Milde walten, erwähnt lässliche Schnitzer eher nicht, übersieht die vermutlich einmaligen Ausrutscher, weidet sich möglichst selten am Unvermögen der Einladenden. Ein gewisser Filter ist also da. Wie engmaschig er ist, muss wohl jeder Kollege selbst bestimmen.

Schlimm wird es, wenn es kein Netz mehr gibt: Um wieder eingeladen zu werden, werden Lobeshymnen geschrieben, dass es nur so rauscht und trieft. Bei manchen (hoffentlich nur) aus dem...

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Kategorie(n): Ausland  Kultur  Bunte Welt 


  15.09.2014   21:39   Leserkommentare

Ein Pappbaum am Nordpol

Erinnern Sie sich noch an Felix Finkbeiner? Der Junge aus Bayern, Jahrgang 1997, gründete 2007 die Bewegung „Plant für the Planet“, die Kinder auffordert, Bäume zu pflanzen, um die Klimakatastrophe zu stoppen. Mit 13 durfte Felix vor der UNO-Vollversammlung reden, und es spricht durchaus für den Jugendlichen, dass er seitdem neben Auftritten, Seminaren und Interviews auch noch Zeit fürs Gymnasium findet. Unermüdlich reiste er durch die Welt, um für Bäume als natürliche CO2-Speicher zu werben, und um sie selbst zu pflanzen – kürzlich sogar am Nordpol. „Der am Nordpol war natürlich aus Pappe“, erzählte Finkbeiner dem „Stern“.  Zwölf oder dreizehn Milliarden echte Bäume soll es dank der Finkbeiner-Bewegung für Klimagerechtigkeit weltweit geben. Genau zählt niemand mit.

Nun soll es hier nicht um Häme gegen...

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Kategorie(n): Inland  Klima-Debatte 


  15.09.2014   10:57   Leserkommentare

Schicksalstage eines Königreichs

Ein Bekenntnis zum Anfang: Ich bin Partei. Ich bewundere Grossbritannien. Hätte Winston Churchill im Mai 1940 nicht die berühmte Blut-Schweiss-und-Tränen-Rede gehalten, in der er seine Landsleute auf den Zweiten Weltkrieg vorbereitete, Europa sähe heute anders aus und ganz gewiss wesentlich unerfreulicher. Unsere Freiheit ist nicht zuletzt auch britisch. Eine Welt ohne das Vereinigte Königreich mag ich mir nur äusserst ungern vorstellen.

Im Bereich des Möglichen liegt eine solche Welt gleichwohl: Am Donnerstag stimmen die Schotten darüber ab, ob ihr Land unabhängig werden soll. Nachdem lange alles so aussah, als ob das Ergebnis eine deutliche Sache werden würde, liegen nun beide Lager beinahe gleichauf. 307 Jahre nach ihrer Gründung könnte es mit der Union zwischen England, Schottland, Wales und Nordirland ein jähes Ende...

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Kategorie(n): Ausland 


  15.09.2014   08:54   Leserkommentare

1989 - Tagebuch der Friedlichen Revolution

Vierzehnter September

Die Bundesregierung dankt Ungarn und Österreich für ihre Solidarität mit den DDR-Flüchtlingen. Die Situation in den Grenzgebieten beider Länder gleicht immer noch einem Ausnahmezustand. Die Flüchtlinge sollen so schnell wie möglich in die Bundesrepublik weiterreisen, aber es fehlt bisher an Aufnahmekapazitäten.

In der DDR bemühen sich weitere Kreise um die Demokratisierung des Landes. Ermutigt durch die Aufrufe der Bürgerbewegung tut sich jetzt auch etwas bei den Schriftstellern. Wenigstens bei den Damen unter ihnen. Sieben Schriftstellerinnen, unter anderem Christa Wolf und Sigrid Damm bringen auf der Verbandstagung des Berliner Schriftstellerverbandes eine Resolution ein. Sie forderten angesichts der Krise, deren „Ursachen in nicht ausgetragenen Widersprüchen im eigenen Land“ gesehen werden,...

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Kategorie(n): Inland 


  15.09.2014   00:25   Leserkommentare

Schmitz und das große Schweigen

Vor einigen Tagen erschien in de SZ der Text eines israelischen Autors über “Das Schweigen der Diaspora”. Er beschäftigte sich mit der Frage, warum die in der Diaspora - und vor allem in Deutschland - lebenden Juden keine Kritik an der Politik der israelischen Regierung üben. Wäre es “dem jüdischen Leben in Deutschland (nicht) mehr gedient”, wenn sich die hier lebenden Juden trauen würden, “Israel öffentlich zu kritisieren”? Es war das übliche Geseire eines “kritischen Israeli”, für das die SZ immer ein paar Bäumchen zu opfern bereit ist. Die Umstände des “jüdischen Lebens in Deutschland” waren nur der übliche Vorwand, um ein paar grausame Wahrheiten über das Leben in Israel zu verbreiten, u.a. diese: Rechtsradikale, ob orthodox oder säkular, treiben das Land auf den Straßen oder im Parlament inzwischen in einen Zustand,...

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Kategorie(n): Inland  Kultur 


  14.09.2014   19:40   Leserkommentare

Engagement zum Nulltarif

Nathan Gelbart

Es ist ein Armutszeugnis, dass Juden zu einer Kundgebung gegen den Judenhass in diesem Land aufrufen müssen. So als ob vergewaltigte Frauen gegen Vergewaltigung auf die Strasse gingen. Wo ist der Political Common Sense in Deutschland ? Der Anteil der Juden an der Bevölkerung macht gerade mal 0.1 % aus.

Natürlich wurde es voll vor dem Brandenburger Tor. Fühlt sich doch jeder verpflichtet, dem Aufruf der jüdischen Funktionäre in Sachen Antisemitismus Folge zu leisten. Mit dem Kampf gegen Antisemitismus verhält es sich wie mit der Ehrung toter Juden und mit dem Kampf gegen tote Nazis. Eine Pflichtübung für alle, die gute Gesinnung demonstrieren wollen. Mit derselben Selbstverständlichkeit wie beim Kampf gegen Aids, Brustkrebs und Kinderarmut. Alle Anständigen in diesem Land können sich mit diesem Thema...

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Kategorie(n): Inland 


  13.09.2014   18:15   Leserkommentare

Artenschutz war für Uropa kein Thema

2014 ist das Jahr des großen Gedenkens: 100 Jahre Ausbruch des Ersten Weltkrieges, 75 Jahre Beginn des Zweiten Weltkrieges, 25 Jahre Mauerfall, um nur die wichtigsten zu nennen.  Wir möchten heute auf ein anderes denkwürdiges Ereignis aufmerksam machen: Vor 100 Jahren starb die letzte Wandertaube in einer Voliere des Zoos von Cincinnati. 

Die komplette Vernichtung der Wandertauben ist eine besondere Episode in der der traurigen Geschichte der von Menschenhand ausgelöschten Tierarten. Denn diese Vögel existierten einst in solchen unvorstellbaren Massen, dass der Gedanke sie könnten einmal rar werden, oder gar völlig verschwinden, absurd erschien. Anfang des 19. Jahrhunderts schätzte man ihre Zahl auf fünf Milliarden – mehr als heute Menschen auf beiden amerikanischen Kontinenten leben.

In all ihrer Traurigkeit steckt in...

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Kategorie(n): Kultur  Wissen