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Auslese



  29.07.2014   17:07   Leserkommentare

So gehn die Deutschen, die Deutschen gehen so

Kaum ein eingefleischter Fußballfan vermochte sich zu erregen über den Berliner Triumphgesang von La Mannschaft nach dem Sieg – das Bild vom Besiegten, der geduckt vom Schlachtfeld wankt, während der Sieger strahlend die Heldenbrust zeigt, gehört zum Fanritual. Man ist dort nicht auf Feinheiten abonniert. Edlere Seelen aber erkannten im Siegestanz der Nationalelf die Demonstration deutscher Überlegenheit, ja geradezu Herrenmenschentum. Dem Land der Hunnen und Barbaren gebührt der geduckte Gang und nicht die strahlende Siegerpose. Kurz, da ist sie wieder, die ewige Frage: Wer sind sie, “die Deutschen”? Bestien oder Feierbiester?

In der angstvollen Überprüfung des Nationalcharakters schwingt die Vorstellung mit, zwei verlorene Weltkriege und die Verbrechen, die von Deutschen und in ihrem Namen unter der Hitler-Herrschaft...

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Kategorie(n): Inland  Kultur 


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  29.07.2014   12:39   Leserkommentare

Nicolaus Fest und die Fakten

Thomas Baader

Nicolaus Fests Kolumne in der BILD am Sonntag, die den Islam zum Thema hatte, hat zu heftiger Kritik geführt. Es handelt sich um einen knappen Text, der nicht gerade tief in die Thematik einsteigt, dies aber wohl auch gar nicht soll.

Dass der Islam Nicolaus Fest stört, ist zunächst genauso von der Meinungsfreiheit gedeckt wie die Aussage, dass sich jemand vom Katholizismus oder vom Atheismus gestört fühlt. Religionen, Philosophien und Ideologien beinhalten Handlungsanweisungen, zu denen man sich in einem demokratischen Rechtsstaat unterschiedlich positionieren darf. Es gibt keine moralische Verpflichtung, Religionen zu mögen.

Pauschalisiert Fest aber, wenn er dem Islam Homophobie und Frauenfeindlichkeit vorwirft? Es gibt viele Menschen aus den muslimischen Ländern, die weder Schwule noch Frauen diskriminieren....

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Kategorie(n): Inland  Ausland  Kultur  Wissen 


  29.07.2014   12:05   Leserkommentare

Was sagen Sie als so feinsinniger und empfindsamer Mensch zu der Kultur des Todes?

Sehr von Antisemiten verehrter Herr Todenhöfer,

Ministerpräsident Netanyahu ist derzeit mit wichtigeren Aufgaben beschäftigt, als Offene Briefe mediengeiler Ex-Politiker zu lesen, die auch noch auf Deutsch verfasst sind, weil sie sich ohnehin nicht an ihn, sondern an ein einschlägiges Publikum richten.

Daher, wenn Sie erlauben: Darf ich Ihnen mitten auf Ihrer beeindruckenden Selbstdarstellungstournee ein paar Fragen stellen? Als Deutscher, der weiß, dass man aus unserer Geschichte nicht unbedingt gelernt haben muss, den Juden zu raten, sich nicht gegen ihre Todfeinde zu verteidigen und der den Antisemitismus nicht nur pro forma ablehnt, weshalb er sich nicht ausgerechnet auf den einzigen jüdischen unter den 200 Staaten dieser Welt einschießt?

Haben Sie sich schon einmal vorgestellt, wie es wäre, nicht nach Gaza zu fahren, um...

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Kategorie(n): Inland  Kultur 


  29.07.2014   11:16   Leserkommentare

Essen mit Ellen (Nr. 21): „Lunchbox“

Welche Bilder spuckt Ihr Hirnkino aus, wenn Sie „Indien“ hören? Was einem durchschnittlich informierten Europäer einfällt, lässt sich in drei Kategorien unterteilen, wobei die dritte Kategorie historisch gesehen ein Baby ist. Da gibt es erstens das Indien der Bildungsbürger und der Esoteriker, wo es um Sanskrit, die Veden, Shiva und vielleicht um Yoga geht. Zweitens ist Indien ein eingeübtes Synonym für menschliches Elend: Ein Jammertal aus Kastenwesen, Slums, Seuchen und geschundenen Frauen. Neu ist das Bild vom digital infizierten Subkontinent: Smarte Nerds, die programmieren statt meditieren. Junge Büroangestellte, die Lohnbuchhaltung für deutsche Firmen machen. Von Bangalore aus, versteht sich.

Vermutlich geht die Lebenswirklichkeit der meisten Inder an allen drei Klischees vorbei, rutscht durch sie hindurch wie eine...

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Kategorie(n): Ausland  Kultur 


  29.07.2014   10:17   Leserkommentare

1989 - Tagebuch der Friedlichen Revolution

Neunundzwanzigster Juli

Mit einem Festakt im Plenarsaal des Deutschen Reichstages in Berlin wird anlässlich seines 100. Geburtstages der ehemalige Oberbürgermeister und Regierende Bürgermeister von Berlin, Ernst Reuter, geehrt. Reuter hatte 1948 mit seinem Spruch: „Völker der Welt, schaut auf diese Stadt“, die internationale Solidarität gegen die stalinistische Blockade Westberlins mobilisiert.

Dreißigster Juli

Wäre die Sowjetunion noch die alte, hätte Boris Jelzin längst zu den politischen Leichen gehört. Der Mann wurde schon mehrmals kaltgestellt, lässt sich aber nicht beiseiteschieben und wird immer wieder aktiv.Seine neueste Aktion sorgt nun für Furore: Mit seinen Anhängern bildet er eine Fraktion im sowjetischen Volksdeputierten-Kongress und fordert eine grundlegende Umbesetzung des Zentralkomitees. Bisher war...

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Kategorie(n): Inland 


  28.07.2014   13:17   Leserkommentare

Lieber Hamburg Airport,

du warst unter den ersten Flughäfen, auf denen es Passagieren ermöglicht wurde, Bordkarten aus schicken Automaten zu ziehen. Was den lästigen Kontakt mit dem Bodenpersonal reduzierte. Bald darauf erhielten die Paxe sogar das Privileg, sich vorzugsweise online selber einzuchecken. Wer auf herkömmlicher Eincheckerei am Flughafen besteht, tritt sich seitdem die Beine in den Bauch. Jetzt winkt die endgültige Befreiung der Flugreisenden vom Joch des Bodenpersonals. „Hamburg Airport – mehr Service“ heißt eine Testaktion, mit der die ebenfalls als schwer serviceorientiert bekannte Lufthansa bereits vorgeprescht ist. Die verehrte Kundschaft soll künftig auch das Gepäck selber wiegen, etikettieren und auf die Reise schicken dürfen. Die Vorteile, so steht es an dem Testschalter, seien „einfache Handhabung“ sowie „kein langes Schlange stehen“. Bis hierher vielen Dank. Es gäbe aber noch mehr Service rund ums Fliegen, den du, Hamburg Airport, gemeinsam mit den Fluglinien anbieten könntest.

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Kategorie(n): Bunte Welt 


  28.07.2014   12:13   Leserkommentare

Entschuldigung? Ja, bitte. Aber richtig!

Wie ich soeben aus sicherer Entfernung höre, verlangen die Sprecher der Islamverbände in der Bundesrepublik eine Entschuldigung von der BILD-Zeitung, dem Springer-Verlag und dem Rest der Welt für einen Kommentar von Nicolaus Fest in der letzten Bild am Sonntag.

Ich bin ein religionsfreundlicher Atheist. Ich glaube an keinen Gott, aber Christentum, Judentum oder Buddhismus stören mich auch nicht. Nur der Islam stört mich immer mehr. Mich stört die weit überproportionale Kriminalität von Jugendlichen mit muslimischem Hintergrund. Mich stört die totschlagbereite Verachtung des Islam für Frauen und Homosexuelle. Mich stören Zwangsheiraten, „Friedensrichter“, „Ehrenmorde“. Und antisemitische Pogrome stören mich mehr, als halbwegs zivilisierte Worte hergeben. Nun frage ich mich: Ist Religion ein Integrationshindernis?...

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Kategorie(n): Inland  Kultur 


  27.07.2014   22:26   Leserkommentare

Wir sind Israel

Nathan Gelbart

Überrascht und entrüstet nehmen wir seit Beginn der israelischen Operation “Zuk Eitan (Fels in der Brandung)” die offene antisemitische Agitation auf deutschen Straßen wahr. Horden vermummt-verschleierter DemonstrantInnen, denen es kaum gelingen würde, in einwandfreiem Deutsch eine Busfahrkarte zu lösen, kennen sich in Sachen Völkerrecht, Faschismus, Zionismus perfekt aus. Rufe wie “Juden ins Gas” und “Tod den Juden” sind hierbei an der Tagesordnung der Friedensfeddayin.

Wüsste man es nicht besser, so könnte man sich in das Jahr 1933 zurückversetzt fühlen. Die Demarkationsline zwischen Juden und Zionsten, die bisher aus Höflichkeit und Kalkül beachtet wurde, ist aufgehoben.

Die sichtlich überraschte Polizei agiert unprofessionell, überfordert und wirkt dem Mob gegenüber machtlos. Derweil Staatsanwälte...

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Kategorie(n): Inland  Kultur