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Auslese



  30.10.2014   00:04   Leserkommentare

Mit Sieg Heil für die liberale Demokratie

Hooligans und Nazis haben sich gegen die Salafisten verbündet. In Kommentarspalten und Foren gab es erstaunlich viel Sympathie für diese Koalition und ihr gemeinsames Ziel. Endlich wird mal was gegen die Islamisierung getan, hieß es da. Und die Verteidiger des Abendlandes zogen dann auch direkt am vergangenen Sontag durch Köln. Sie brüllten Naziparolen, bedrohten Pressevertreter und Passanten und jubelten einer Band zu, die Strophen vortrug wie: „Heute schächten sie Schafe und Rinder, morgen vielleicht schon Christenkinder.“

Was man halt so macht, wenn man den Islamisten zeigen will, was man als Hüter der Aufklärung für ein Weltbild hat. Auch sonst zeigten diese Schüler Kants, was sie von den Werten halten, die sie laut ihrer Unterstützer verteidigen. Deswegen grölten sie NPD-Parolen, während sie Fensterscheiben...

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Kategorie(n): Inland 


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  29.10.2014   16:55   Leserkommentare

1989 - Tagebuch der Friedlichen Revolution

Achtundzwanzigster Oktober 1989

Noch ein Zugeständnis der Politbüro-Greise: Alle DDR-Bürger sollen Pässe bekommen und pro Jahr dreißig Tage in den Westen reisen dürfen. Dass nur privilegierte Personen im Arbeiter- und Bauernstaat über Pässe verfügten, war der Öffentlichkeit im Westen gar nicht klar. Das Ausmaß der Lügen und des Betrugs wird erst nach und nach sichtbar. „Die SED steht mit ihrer Lügerei absolut im Regen“, notiert Kempowski in seinem Tagebuch. „Es geht nicht weiter, die Macht zerbröckelt. Und so wird’s kommen: Andere politische Gruppierungen (Parteien) werden zugelassen, freie Wahlen, Wiedervereinigung. Das alles wäre in zwei, drei Jahren denkbar.“ An einer Stelle kommt der Wille zur Wiedervereinigung bereits zum Ausdruck, bevor er auf der Straße artikuliert wird: Bei den Behörden liegen...

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Kategorie(n): Inland 


  29.10.2014   15:56   Leserkommentare

Kronprinz in der Warteschlaufe

Im Grunde ihres Herzens, so behauptet der Harvard-Historiker Eric Nelson, seien die Gründerväter der amerikanischen Republik Royalisten gewesen. Königstreue Revoluzzer, kann es so etwas geben? Was unwahrscheinlich tönt, wird in Nelsons Buch «The Royalist Revolution» zumindest halbwegs plausibel: Der Aufstand der Kolonisten habe sich schliesslich gegen das Londoner Parlament gerichtet, das die Siedler besteuern wollte, ohne ihnen die entsprechende Repräsentation zuzugestehen, und nicht gegen König Georg III.

Ob sich der Phantomschmerz über den Verlust des Monarchen allerdings tatsächlich in der starken Stellung des Präsidenten im Gefüge der amerikanischen Verfassung manifestiert, wie Nelson glaubt, ist eher fraglich: Nicht wenige Präsidenten standen einem störrischen Kongress gegenüber und werden vor diesem Hintergrund ihr...

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Kategorie(n): Ausland 


  28.10.2014   23:54   Leserkommentare

Stecker raus

Der Tesla „ist ein Viertwagen für Reiche, die noch eine S-Klasse, einen Lamborghini und einen Porsche Cayenne in der Garage haben. Der Tesla S ist ein Spielzeug und ein Image-Booster“ („stern.de“). Das vermeintliche Elektrowundermobil, auf das politisch-korrekte Internet-Milliardäre und Showstars fliegen, gilt auch deutschen „Stromer“-Enthusiasten als Hoffnungsträger. Warum beim kalifornischen Leuchtturmprojekt demnächst vielleicht der Stecker raus ist, lesen Sie hier:
http://www.stern.de/auto/news/tesla-elon-musk-springen-die-investoren-ab-2148577.html

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Kategorie(n): Wissen 


  27.10.2014   21:27   Leserkommentare

Monster bei Maischberger

Ein ARD-Sender plant für sein Drittes Programm eine neue Satirereihe. Der zuständige Redakteur ruft mich an und fragt, ob ich eine Idee für eine fiktive Talk-Show hätte, eine Parodie auf Jauch, Illner, Plasberg, Will und Maischberger. Ich zögere nicht lange und sage zu. Die Aufgabe ist reizvoll, das Honorar ordentlich.

Ich setze mich in meinen alten Saab und fahre nach Swinoujscie, das ehemalige Swinemünde an der Ostsee. Um etwas Fiktives zu schreiben, will ich in einer Umgebung sein, in der nicht Deutsch gesprochen wird, aber nah genug an ARD und ZDF, um mich anregen zu lassen.

Das A und O einer Talkshow sind die Gäste. Die Zusammensetzung muss stimmen. Und es muss ordentlich menscheln. Der Moderator bzw. die Moderatorin sollte in der Lage sein, jedes Thema mit der gleichen inneren Anteilnahme zu moderieren. Kindesmissbrauch...

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Kategorie(n): Kultur 


  27.10.2014   13:43   Leserkommentare

Afrikas unheimliche Krankheiten

Von Aids bis Ebola: Der Schwarze Kontinent bleibt ein riskantes Gelände. Seine Krankheiten haben allerdings mehr mit sozialen Umständen als mit tödlichen Mikroben zu tun. Auch Ebola ist vor allem ein afrikanisches, kein globales Bedrohungsphänomen.

Afrika steht wieder mal im Blickpunkt. Die Welt schreit auf, wie wenn uns wegen Ebola eine weitere Epidemie im Ausmass von Aids drohte. Dabei gehört das Ebolavirus nicht einmal zu den 25 wichtigsten Krankheits-erregern, die uns diese Region bereits beschert hat. Neben Aids sind dies tropische Krankheiten wie Morbus Chagas, Cholera, Denguefieber, Malaria, Leishmaniose und die zwei Formen der Schlafkrankheit oder Erkrankungen, die wir in unseren Breitengraden nur allzu gut kennen: Hepatitis B, Influenza A, Keuchhusten, Masern, Darminfektionen durch Rota¬virus A, Syphilis, Tetanus und...

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Kategorie(n): Wissen 


  27.10.2014   09:43   Leserkommentare

Studenten legen sich an den Strand und nicht vor den Castor

Von Armin Peter

Die Weltsicht der SPIEGEL-Redaktion ist in ihren Grundfesten erschüttert: Heutige Studenten, dieses revolutionsmüde Pack, wollen sich einer aktuellen Studie zufolge “schöne Dinge leisten können” und stellen finanzielle Sicherheit über politisches Engagement. Konsumismusalarm! Und dann sind sie nicht mal mehr kollektiv links und erdreisten sich, außer den Grünen auch andere Parteien zu wählen! Früher war eben alles besser.

Welch glorreiche Zeiten, in denen Otto Normalstudent noch echte Vorbilder hatte! Genosse Mao zum Beispiel, oder den psychopathischen Guerillero Che Guevara. Man könnte glatt nostalgisch werden beim Gedanken an den monolithischen Block der progressiven Avantgarde, die Ende der 60erjahre dauerbekifft gegen doofe Amis und andere universale Feindbilder durch die Straßen marschierte.

Oder ein...

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Kategorie(n): Inland  Kultur 


  26.10.2014   22:15   Leserkommentare

Gerechtigkeit für die Salafisten

Seit Jahren schon leidet der Salafismus in Deutschland unter einem Imageproblem, welchem bislang nur schwer beizukommen war. Einerseits liegt dies an einem in der Bevölkerung tief verwurzelten Ressentiment gegen alles Fremde, das sie daran hindert, sich exotischen Kulturen vorurteilsfrei zu öffnen. Mit verursacht wird dieses als Rechtspopulismus bezeichnete Phänomen sicherlich durch eine reißerische und verantwortungslose Berichterstattung der Presse, die immer wieder über durch Islamisten begangene Völkermorde, Vergewaltigungen, Enthauptungen und Verstümmelungen berichtet und so zu Verallgemeinerung verleitet.  Andererseits ist das schlechte Image der Salafisten aber auch ihrem eigenen Auftreten geschuldet, welches zartbesaitete Gemüter unter den Deutschen durchaus verschrecken kann.

Niemand öffnet sein Herz vorbehaltlos...

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Kategorie(n): Inland