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Beiträge von  

  18.09.2014   21:41   Leserkommentare (11)

Der Unterschied zwischen Ehrlichkeit und Ehrbarkeit

Jakob „Augstein“ fand die Aufregung über die Scharia-Polizei übertrieben, Journalistin Sounia Siahi widerspricht:

Gehörig fängt Sie an: “Hallo Herr Augstein, ich bewundere Sie als Journalisten sehr“, um dann dazu überzuleiten, dass er sich geirrt habe. Sie als Frau, Muslimin, sehe und spüre die Bedrohung. Er vermöge nicht zu sehen, was „nur wir muslimischen Frauen wahrnehmen: Es sind die Blicke, Gesichtszüge, Bewegungsabläufe und Zuflüsterungen, die Ihnen komplett entgehen. Das führt dazu, das ich mich unwohl fühle und mich oft nur verkrampft durch die Stadt bewege ... Jetzt aber greifen diese Anmaßungen, Bedrängungen und Nötigungen aus Ländern, die ich meinte, hinter mir gelassen zu haben, in mein wunderbares Deutschland.“
Pirincci in lieb sozusagen.

Jakob Augstein antwortete auf die „Anmerkungen der...

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Kategorie(n): Inland  Kultur 

  12.09.2014   19:19   Leserkommentare (2)

Hat sich die Wende überhaupt gelohnt?

Ein Auszug aus “Hat sich die Wende überhaupt gelohnt?Buchauszug: Der große Vergleich DDR—EU”

Es ist nun schon wieder fünfundzwanzig Jahre her und bald noch länger, dass mit Wende und
Wiedervereinigung die Grundlagen für die europäische Einigung gelegt wurden, denn mit
der DDR wäre keine EU möglich gewesen. Insofern verbietet sich von selbst jede Frage da‐
nach, ob sich die Wende gelohnt habe, schließlich profitieren wir alle von Großeuropa, ob
uns nun immer so klar ist oder nicht, wer mit wir eigentlich gemeint sein soll. 
Dennoch bietet ein solches Jubiläum den Anlass für einen Ausblick auf Visionen, die man nur
in der Rückschau sieht. Es soll auch nicht der Anschein entstehen, als scheue Europa diesen
Vergleich. 

Betrachten wir also fair und sachlich die Umstände und Erscheinungen in beiden Staatswe‐...[Weiterlesen…]

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Kategorie(n): Satire 

  31.05.2014   07:14   Leserkommentare (4)

Geschichte holt Bahn ein

Wieder ein Westkonzern, der politische Häftlinge zur Zwangsarbeit eingesetzt hat. Diesmal die Deutsche Bahn, aufgeflogen dank Report Mainz.

Was, die Deutsche Bahn, die ihre Bahncard-Passagiere in erneuerbaren Zügen befördert und sich so höflich bedankt? Ja, die, und zwar als Rechtsnachfolger der Reichsbahn, welche zu DDR-Zeiten politische Häftlinge unter schikanösen Bedingungen ausgebeutet hat. Und jetzt macht Report Mainz wieder einem Goliath Dampf, der dieses Kapitel seiner Vergangenheit unter den Tisch schweigen möchte.

Es verwundert, dass niemandem, vermutlich angesichts des Themas und der Opfer, der Quatsch ins Auge springt. Die Reichsbahn klingt schon nach historischem Unrecht, da ist die Deutsche Bahn, die sich dieses Unternehmen einverleibt hat, zu Aufarbeitungsarbeit verpflichtet.

Ja nun, das wäre so, als würde man...

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Kategorie(n): Inland 

  05.01.2014   11:33   Leserkommentare (6)

Pornographologie

Ich habe etwas zum Pornothema beizutragen, eine Auffassung, die ein Liberaler niemals haben darf und schon gar nicht äußert, nämlich für sich selbst gerade noch zu garantieren, zugleich allen anderen zu misstrauen.

Ist aber so.

Ich habe mich einige Zeit regelmäßig auf einer Internetplattform über Neuheiten auf dem Gebiet der Pornographie informiert, bis ich es bleiben ließ.

Vor einigen Jahren stand ein Artikel auf welt.de über Youporn und unseren täglichen Pornokonsum. Verfasst, soweit ich mich erinnere, von einer Frau, sie schrieb, das Internet habe uns mit der kostenlosen Pornolieferung sexfreudiger gemacht oder so. Ich drückte den Link und klickte durch die Pornogramme, war aber immer abgelenkt, weil im Fernsehen Citicen Kane lief.

Ich gönne es allen, die bei Porno an Sexfilme denken und an die Verklemmtheiten des...

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Kategorie(n): Kultur 

  21.09.2013   16:13   Leserkommentare (im Wartemodus)

Systemtheorie auf die Bühne

Ich habe zwei satirische Einakter im Sitcom-Format und komme leider nicht dazu, sie selbst zu inszenieren. Gibt es unter den werten Lesern Interessierte, die die Stücke für vier junge Männer und zwei Frauen und minimalen Bühnenaufwand auf eine Bühne und ins Internet zu bringen Lust und Kapazität haben?

Hauptfigur Mark-Kevin, jüngster Professor aller Zeiten für Medienanalyse und Migrationspädagogik, lehrt zudem Gender-Studies, um Frauen kennenzulernen, und muss, weil Professoren verfassungswidrig niedrig bezahlt werden, seine Wohnung mit einem Soziologen und einem Germanisten teilen, nebenan wohnt eine Psychologin. Er merkt es sofort, wenn jemand anderes vor ihm die Süddeutsche Zeitung gelesen hat, auch wenn sie exakt wieder zusammengefaltet wurde. Sein Traum und Ziel ist, Berater des nächsten SPD-Vorsitzenden zu werden....

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Kategorie(n): Kultur  Satire  Hausnachrichten 

  03.09.2013   08:31   Leserkommentare (3)

Nanu, wo bleibt der Genderismus?

Vorgestern lief, wie einige wissen, das Kandidatenduell mit Merkel und Steinbrück, seitdem duellieren sich die Interpretatoren und Kommentatoren. Man kommt auf Körperhaltung, Tempo, auch die Halskette zu sprechen. Niemand, und soweit es ersichtlich ist, absolut niemand, kommt aber auf die Idee, ein Mann/Frau-Ding zu bringen. Politik, Kanzlerschaft, männlich oder weiblich, eine Frau oder lieber ein Mann? Sogar Alice Schwarzer behandelt die Weiblichkeit Angela Merkels als Tatsache und nicht als Argument. Wir können sehr stolz sein. Marginalisierungsrhetorik wird lächerlich, mit Genderstudies können wir aufhören. Mann und Frau, diese Begriffe können sich aufs Geschlechtsleben beschränken.

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Kategorie(n): Inland  Kultur 

  31.08.2013   17:29   Leserkommentare (im Wartemodus)

Die Satirewende kommt

Endlich gibt es Satire auch für Journalisten und andere sozial Schwache, nämlich gratis, monatlich und weltweit im Internet.
http://www.pardon-magazin.de ist das Satire-Heft im paraktischen Online-Format.
Bernd Zeller, leitender Praktikant

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Kategorie(n): Kultur  Satire 

  09.08.2013   21:47   Leserkommentare (im Wartemodus)

“Sand” ist ein Berlin-Roman

Heute ein Buchtipp, das Buch ist zwar schon fünf Jahre alt und wurde in höchsten Tönen gelobt, ich kam aber erst jetzt dazu, es zu lesen und war mehrfach verblüfft. Es ist Wolfgang Herrndorfs „Sand“, ein verstörendes, beklemmendes und zugleich packendes Stück harter Literatur über Entzivilisierung.
Das Verblüffendste indes ist, dass es Preise bekommen und vom Feuilleton mitsamt Verfasser gefeiert wurde – das? Ich war beim Lesen öfters nahe dran, mich umzublicken und eine imaginäre Instanz zu fragen: Hallo? Hat jemand der Rezensenten es wirklich gelesen? Oder verstehe ich es völlig falsch?

Die Handlung spielt vor vierzig Jahren in der Wüste, ja und Goethes Iphigenie spielt in der Antike. Quatsch natürlich, Goethes Figuren stammen aus Weimar, und „Sand“ ist ein Berlinroman. Spielt heute oder in nahender Zukunft....

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Kategorie(n): Kultur