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  03.07.2015   10:53   Leserkommentare (5)

Energiewende oder Energexit?

Bei der Lektüre der Bild-Zeitung heute morgen sind mir zwei Schlagzeilen aufgefallen, die direkt nebeneinander stehen. Einmal: „Griechen-Krise. Ist das 3. Hilfspaket schon beschlossene Sache?“. Und daneben: “Neue Strompläne kosten die Verbraucher 10. Milliarden Euro“.

Zur ersten Meldung brauche ich nichts zu sagen. Achse-Autoren haben sich mit dem Thema Europa-Krise ausführlich beschäftigt. Sie haben immer wieder darauf hingewiesen, dass Politik die Ökonomie nicht auf Dauer außer Kraft setzen kann. Das kann man auf diesem Weblog seit Jahren lesen - und es macht gar keinen Spaß recht gehabt zu haben.

Und nun zur zweiten Meldung: Die sogenannte „Energiewende“ wird immer teurer. Auch diese Entwicklung wurde auf diesem Blog immer wieder beschrieben und vorausgesagt. Politik kann auf Dauer nämlich auch die Physik nicht...

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Kategorie(n): Inland  Wirtschaft 

  21.06.2015   10:48   Leserkommentare (3)

Das Auto fährt uns davon

Fast jeder hat schon einmal den demonstrativen Aufkleber „Ich bremse auch für Tiere“ am Heck eines Autos entdeckt. Der Fahrer macht die anderen Verkehrsteilnehmer so auf einen moralischen Grundsatz aufmerksam, den er hinterm Steuer beachtet. Das Auto und sein Fahrer verschmelzen gewissermaßen zu einem Hybridwesen aus Moral und Technik. Dies ist prinzipiell der Fall - auch ganz ohne Botschaft am Heck. Ein Auto ist immer eine Kreuzung aus dem freien Willen des Fahrers und der Technik, die er danach dirigiert.

Der Historiker Philipp Blom resümiert die Kindertage der Motorisierung so: „Technologie und Geschwindigkeit schufen eine Art von künstlich verbessertem Supermann, einen Vorläufer der bionischen Helden unserer Zeit.“ 1905 errechnete ein kluger Zeitgenosse um wie viel „größer“ der Mensch durch technologische...

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Kategorie(n): Inland  Ausland  Kultur  Wissen 

  29.05.2015   09:37   Leserkommentare (1)

Told you so: Energieriesen vor Verstaatlichung

“Das einst zumindest rudimentär marktwirtschaftliche Geschäftsmodell der Stromgiganten ist damit nicht mehr vorhanden. An seine Stelle trat eine Mischung aus Lotterie und Planwirtschaft. Ergebnis: Große Konzerne wie E.on schreiben bereits Milliardenverluste und haben mit der Entlassung tausender Mitarbeiter begonnen. Es ist wohl nur eine Frage der Zeit, bis für E.on & Co staatliche Rettungsschirme aufgespannt werden. Das Verfahren ist nicht neu, aber immer wieder interessant: Verstaatlichung als Rettung vor staatlicher Planwirtschaft”. Das konnten Achse-Leser schon im letzten Jahr unter anderem hier lesen. Jetzt wird der Boden für die Verstaatlichung der Konzerne tatsächlich bereitet. Heute in der FAZ: “RWE auf dem Weg zum Staatskonzern”. Auf der Achse gibt es ja bereits ein geflügeltes Wort: Die Energiewende wird immer...

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Kategorie(n): Inland  Wirtschaft 

  28.05.2015   11:40   Leserkommentare (im Wartemodus)

FIFA: Ein Mann empfiehlt sich für Grexit und die Deutsche Bank

Es war gestern der wohl größte Scheißjob unter der Sonne: Pressesprecher der FIFA zu sein. Aus mir spricht kein Mitleid, sondern professionelle Bewunderung. Da werden FIFA-Funktionäre in Zürich im Dutzend verhaftet und der Pressesprecher des Vereins, Walter de Gregorio, setzt sich ganz ruhig hin und sagt zur versammelten Weltpresse: „Für uns kein schöner Tag, aber ein guter Tag, weil der Prozess weitergeht“. Als Fernsehzuschauer kann man es kaum glauben, ist hin und her gerissen zwischen Fremdschämen und Empörung über so viel Chuzpe. Der Mann muss Nerven aus Stahl haben. Oder wie es in der Schweiz heißt: „Schweigen ist ein Zürcher Beruf“. Siehe dazu diesen Beitrag.

 

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Kategorie(n): Inland  Ausland 

  25.05.2015   01:10   Leserkommentare (2)

John Kerry im falschen Krieg

Die Welttemperatur steigt seit gut 15 Jahren nicht mehr an, das ändert aber nichts an der schrillen Rhetorik derjenigen, die sich von der Klimakatastrophe politisches Kapital erhoffen. Auch US-Außenminister John Kerry darf natürlich nicht fehlen. Bei einer Rede in Jakarta sagte er vor einer Woche:

„In gewisser Weise kann der Klimawandel jetzt als eine weitere Massenvernichtungswaffe betrachtet werden, vielleicht sogar als die fürchterlichste Waffe der Welt“

Die Gleichsetzung einer gezielt eingesetzten Massenvernichtungswaffe mit Umwelt-Risiken, die für Zivilisationen immanent bestehen, ist eine voillkommen schiefe Denkfigur - und die setzt die westlichen Industrienationen mit Terror-Regimen gleich. Bekannt ist diese Argumentationsschiene auch wenn es um andere Probleme in der Welt geht. Beispielsweise wenn in fernen Ländern...

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Kategorie(n): Inland  Ausland  Klima-Debatte 

  23.05.2015   20:18   Leserkommentare (1)

Herzlichen Glückwunsch zum 70. Geburtstag lieber Albert Sellner!

Albert Sellner, mein liebstes Universalgenie, vollendet heute sein 70. Lebensjahr. Albert war immer ein politischer Kopf, mal als Sponti, mal als Landkommunarde, als Redakteuer (u.a. Pflasterstrand und Pardon), als Herausgeber und Verleger, als Übersetzer und Lektor, als Antiquar und Autor fantastischer Bücher („Der immerwährende Päpstekalender“).

Als Herausgeber und Agent betreute und vermittelte er Autoren wie Joschka Fischer, Richard von Weizsäcker, Heiner Geißler, George Soros/Krisztina Koenen, Joseph Ratzinger, Matthias Horx und last but not least: Dirk Maxeiner und Michael Miersch. Danke für Alles, Albert!

Zu seinem heutigen Geburtstag schenkte ihm seine Ehefrau Jutta Willand-Sellner ein Buch, das es nur in einem Exemplar gibt: „Das Buch Albert“ (420 Seiten!). Dafür haben Freunde und Autoren-Kollegen exklusiv...

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Kategorie(n): Kultur 

  19.05.2015   14:00   Leserkommentare (11)

Unbequem ist stets genehm: Die Irrtümer des Klimawarners Joachim Gauck

Wenn Päpste, Präsidenten oder Top-Manager sich des Themas Klima annehmen und die „Verantwortung gegenüber künftigen Generationen“ anmahnen, ist stets der höchstmögliche Grad der Political Correctness erreicht. So auch bei Bundespräsident Joachim Gauck, der gestern bei einem Empfang zum Petersberger Klimadialog eine Rede hielt.

Der philosophisch an und für sich beschlagene Gauck irrte in seinen Ausführungen gleich mehrmals. Nicht nur philosophisch sondern auch sachlich. Ich möchte hier nur beispielshaft eine Passage herausgreiifen und einer kleinen Exegese unterziehen.

Gauck sagte:

„Heute mutige Entscheidungen aufzuschieben würde die bereits existierenden Schwierigkeiten vergrößern. Oder in den Worten des englischen Ökonomen Nicholas Stern: ‘Verzögerung ist gefährlich.’ Der Preis des Nichthandelns wird immer...

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Kategorie(n): Inland  Ausland  Klima-Debatte  Wissen 

  04.05.2015   16:22   Leserkommentare (1)

Das autonome Auto befördert die Bahn aufs Abstellgleis

Die Automobilindustrie durchlebt derzeit bewegte Zeiten. Das liegt wohl daran, dass sich ihr Geschäftsmodell in den nächsten zehn Jahren stärker verändern wird, als in den 50 Jahren zuvor. Seismografisch betrachtet, befinden wir uns im Stadium des Vorbebens. Nicht nur die Hardware, also das Auto selbst,  sondern auch die Software, also sein Gebrauch und seine soziale Einbettung in den Lebensraum und die Gesellschaft, werden neu verhandelt.

Die gute Nachricht lautet dabei: Um das Auto muss sich niemand Sorgen machen. Die schlechte Nachricht betrifft vielmehr seine Konkurrenten: Das alles wird zu Lasten von Bahn und öffentlichen Verkehrsmitteln gehen. Denn das selbstfahrende Auto bietet die wichtigsten Vorteile der Bahn - wie beispielsweise Bequemlichkeit und die Möglichkeit während der Fahrt zu Entspannen oder zu Arbeiten - ohne...

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Kategorie(n): Inland  Wissen  Wirtschaft