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  22.10.2014   00:29   Leserkommentare (16)

Freitod ist ein Menschenrecht

Mittlerweile gibt es in immer kürzeren Abständen Debatten darüber, ob und wie ein Mensch sein Leben aus freien Stücken beenden darf. Es gibt Kritiker dieses Rechts auf Selbstbestimmung und es gibt immer mehr Befürworter. Der heftigste Widerstand kommt natürlich von Institutionen, die generell gerne Menschen bevormunden und kontrollieren. Deswegen ist es kein Wunder, dass die Kirchen dagegen sind, Menschen das Recht zu lassen, zu einem selbstgewählten Zeitpunkt aus dem Leben zu treten.

Es ist zu hoffen, dass die Kirchen auch an dieser Stelle weiter an gesellschaftlichem Halt verlieren. Zumal es ohnehin erstaunlich ist, warum das Christentum als moralische Instanz gilt. Muss man wirklich erst eine Blutspur durch die Jahrhunderte gezogen haben, bevor man als Gewissen der Nation salonfähig ist? Das Christentum hat jedenfalls in...

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Kategorie(n): Inland  Ausland 

  17.10.2014   19:04   Leserkommentare (2)

Roman: Die Nachhaltigen (4)

Ein schwarzer Schauspieler wird für die Rolle des Adolf Hitler abgelehnt und tritt damit eine Rassismusdebatte los. Das ist die Ausgangssituation im Roman “Die Nachhaltigen”. Und nun direkt in die Leseprobe, in der die “Bürger_innen gegen Rassismus auf deutschen Bühnen!” (B_igRadB!) erstmals vor dem Theater demonstrieren:


»Kein Rassismus auf deutschen Bühnen!«, schallte es Bastian entgegen. Was war hier los? Eine Menschenmenge belagerte das Theater und skandierte immer wieder diese Parole. Er stand vielleicht fünfzig Menschen gegenüber. Mehrheitlich Frührentner, daneben auch Studenten und ungewöhnlich viele Mütter mit Kinderwagen. Sie blickten Bastian so entschlossen an, als wäre er ein Problem und sie die dazugehörige Lösung.

Fleißige Leute schwirrten umher und drückten den vorbeieilenden Passanten Flyer in die...

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Kategorie(n): Inland  Kultur  Satire 

  14.10.2014   11:14   Leserkommentare (im Wartemodus)

Roman: Die Nachhaltigen (3)

Ein schwarzer Schauspieler wird für die Rolle des Adolf Hitler abgelehnt und tritt damit eine Rassismusdebatte los. Das ist die Ausgangssituation im Roman “Die Nachhaltigen”. Für Jan Fleischhauer ist es „eine wunderbare Gesellschaftssatire, bei der noch offen ist, ob die Realität sie einholen wird.“

Und nun direkt in die dritte Leseprobe bzw. in das alternative Kulturzentrum Tora Bora, in dem heute Abend die „3. nachhaltige Nacht des herrschaftsfreien Humors“ stattfindet:

23. APRIL

Erneut besuchten Rüdiger, Lena und Bastian das Tora Bora, der Plan für heute war allerdings umstritten. Es fand die »3. nachhaltige Nacht des herrschaftsfreien Humors« statt, und Rüdiger war der Meinung, dass die Partei hier präsent sein sollte. Auf der Bühne. »Wir müssen etwas riskieren«, fand er, »wenn nie jemand etwas...

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Kategorie(n): Inland  Kultur 

  10.10.2014   12:34   Leserkommentare (2)

Roman: Die Nachhaltigen (2)

Ein schwarzer Schauspieler wird für die Rolle des Adolf Hitler abgelehnt und tritt damit eine Rassismusdebatte los. Das ist die Ausgangssituation im Roman “Die Nachhaltigen”. Für den Eichborn Verlag ist es „Eine furiose Satire über die Verirrungen des linken Zeitgeistes“ und für Jan Fleischhauer „Eine wunderbare Gesellschaftssatire, bei der noch offen ist, ob die Realität sie einholen wird.“ Eine zweite Leseprobe. Und nun direkt ins Wendland, wo das Ende der Castor-Transporte gefeiert wird, Charlotte Roche auftritt und Konstantin Wecker eine folgenschwere Entscheidung fällt:

Was für eine Kulisse. Überall fröhliche Menschen, der Geruch von Bratwürsten, Stimmengewirr und »Ausgestrahlt!«-Plakate. Auf einer großen Lichtung stand die Bühne, auf die sich im Lauf der Zeit die Menge langsam zubewegte, als ob sie von...

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Kategorie(n): Kultur 

  08.10.2014   01:04   Leserkommentare (4)

Die Nachhaltigen (1)

Ein schwarzer Schauspieler wird für die Rolle des Adolf Hitler abgelehnt und tritt damit eine Rassismusdebatte los. Das ist die Ausgangssituation im Roman “Die Nachhaltigen”. Für den Eichborn Verlag ist es „Eine furiose Satire über die Verirrungen des linken Zeitgeistes“ und für Jan Fleischhauer „Eine wunderbare Gesellschaftssatire, bei der noch offen ist, ob die Realität sie einholen wird.“ Eine erste Leseprobe aus meinem Roman. Und direkt hinein in die Talkshow von Sandra Maischberger:


4. AUGUST

Maischberger fing gleich an. Bastian hätte es gut gefunden, wenn sie sich noch einmal abgesprochen hätten, bevor Krell in einer der bekanntesten Sendungen Deutschlands auftrat.

Neben ihm waren die weiteren Gäste Michel Friedman, Ranga Yogeshwar, Richard David Precht, Christian Ströbele und Alice Schwarzer. Bastian saß da...

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Kategorie(n): Kultur 

  08.10.2014   00:26   Leserkommentare (5)

Noch ein Sohn Mannheims spricht

Als ein Sohn Mannheims verfolge ich natürlich, was andere Söhne und Töchter meiner Heimatstadt so machen. Mein Mitsohn Naidoo ist da im Moment natürlich besonders im Fokus, weil er sich nicht frei fühlt und unter der Besetzung Deutschlands leidet. Vor allem unter den Amerikanern, weswegen er erklärt: „Ich komme aus einer Gegend, wo ich mein ganzes Leben lang die amerikanische Besatzung ganz klar vor Augen hatte. Ich hatte ganz viele Freunde, die waren ganz oft bei denen in der Kirche.“

Ich weiß, was er meint. Ich komme ja auch aus dieser Gegend. Mannheim, das war ein hartes Pflaster. Und die Amis haben uns mit ihren Kirchen die Freunde weggenommen. Meine Eltern hielten diese permanente Demütigung durch Uncle Sam und seine Kirchen und Kasernen irgendwann nicht mehr aus. Sie sagten uns Kindern, dass wir in ein schönes Haus...

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Kategorie(n): Inland  Ausland 

  01.10.2014   22:54   Leserkommentare (17)

Das deutsche Breaking Bad heißt Terra X

Es gibt Kritiker, die in Serien wie Sopranos oder Breaking Bad die Fortsetzung des großen Bildungsromans mit anderen Mitteln sehen. Keine Ahnung, ob das stimmt. Wenn das aber so ist, wurden seit Ende der 90er Jahre diverse große Romane verfilmt, die nie geschrieben wurden. Six Feet Under, Homeland, True Blood oder Sons of Anarchy. (Neben denen, die wirklich auf Romanen basieren, wie The Wire, Dexter oder Game of Thrones.) Und wenn das nicht so ist, sind es eben einfach nur großartige Serien.

Auffällig ist dabei, dass es sich fast ausschließlich um US-Produktionen handelt und dort wiederum meistens um Angebote von Bezahlsendern. Anders formuliert: Es gibt nicht eine deutsche Serie, die auf diesem Niveau mithält. Was ist mit dem Dichter-und-Denker-Land los? Ich habe bei ARD und ZDF nachgefragt.

ARD hat entwarnt, dass das gar nicht...

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Kategorie(n): Inland  Ausland 

  21.09.2014   03:21   Leserkommentare (9)

Das Kalifat von Tom Cruise

Die SPD-Generalsekretärin Yasmin Fahimi hat erklärt, dass man den Islamischen Staat, dessen Krieger sich auf den Koran berufen, nicht als islamisch bezeichnen soll. Das würde die Gefühle von Moslems verletzen.

Wenn aber der Islamische Staat nichts mit dem Islam zu tun hat, mit wem dann? Irgendeine Motivation müssen die jungen Moslems, von denen viele sogar aus Europa und den USA kommen, doch haben, wenn sie sich dem Kalifat anschließen. Also, was sagt man denen, die fragen, warum sie das machen? Ein paar Vorschläge, wie der Islamische Staat auch gesehen werden könnte, ohne immer gleich auf Allah zu verweisen.

Vorschlag 1: Man sollte aufhören, den Schwerpunkt der Betrachtung auf den religiösen Hintergrund der IS-Mitglieder zu legen. Es hat ohnehin einen islamophoben Einschlag, wie ständig die Religionszugehörigkeit...

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Kategorie(n): Inland  Ausland  Kultur  Bunte Welt