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Beiträge von  

  03.09.2015   19:38   Leserkommentare (im Wartemodus)

Kalkül oder Mitgefühl?

Der Kannibalismus der Emotionen gehört zu den Folgen der Wohlfahrt. Wenn der Ausfall der Klimaanlage in einem ICE bereits als Katastrophe gilt, wenn sich immer mehr Menschen sorgen, was sie überhaupt noch essen können, ohne ihre Gesundheit zu gefährden, wenn die Bundesregierung die Bürgerinnen und Bürger belehren muss, wie sie sich bei Hitze verhalten sollten – es sei wichtig, “sich nicht nur an extrem heiße Tage anzupassen, sondern auch an die zunehmende Variabilität des Wetters”, dann lauern nicht überall Gefahren, denen man ausweichen muss, dann leiden die Menschen unter einem Übermaß an Sicherheit und an einem Mangel bedrohlicher Situationen. Mehr

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Kategorie(n): Inland 

  02.09.2015   17:26   Leserkommentare (im Wartemodus)

Wir lassen arbeiten. Wir lassen gebären

“Der Migrationswille der Menschen aus den Westbalkanstaaten könnte genutzt werden, um ihn in eine reguläre Einwanderung und Integration in den deutschen Arbeitsmarkt zu kanalisieren. Die Wirtschaft verlangt nach mehr Fachkräften, und zur Sicherung unseres Wohlstands sind wir auf – je nach Berechnung – zwischen 300.000 bis 500.000 Einwanderer pro Jahr angewiesen”, sagt die grüne Fachfrau für Integration und Migration, Katrin Göring-Eckardt. Was sie da “ausbuchstabiert”, ist die Antithese zu der rechten Propaganda, die Ausländer würden uns die Arbeit wegnehmen. Wären wir nicht “zur Sicherung unseres Wohlstandes und unserer Renten” auf Einwanderer “angewiesen”, wie es Ex-Kanzler Gerhard Schröder gerade schrieb, würden wir keinen Gedanken darauf vergeuden, ob sie daheim bleiben oder zu uns kommen sollten. Ist das nicht eine...

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Kategorie(n): Inland 

  25.08.2015   21:13   Leserkommentare (8)

Mitleid ist nicht genug

Was wir derzeit importieren, sind nicht nur “ethnische”, also kulturelle und religiöse Konflikte, sondern, um mit Marx zu reden, auch eine “industrielle Reservearmee”, für die es keine Beschäftigung gibt und keine geben wird, das Lumpenproletariat von morgen und übermorgen. Was unser Urteilsvermögen trübt, sind die Bilder, die wir täglich sehen: von der griechisch-mazedonischen Grenze, aus Calais am Ärmelkanal, aus Freital und Heidenau in Sachsen. Wer angesichts solcher Bilder kein Mitleid empfindet, der hat kein Herz, wer aber nur Mitleid empfindet, von dem er sich mit einer Spende befreit, der hat keinen Verstand. Mehr

Siehe auch:
Exodus 2015
http://www.nzz.ch/bildstrecken/bildstrecken-international/bildstrecke/fluechtlinge-ungarn-1.18601012

Ungebildet und teuer? - Die gefährlichen Vorurteile über Flüchtlinge...[Weiterlesen…]

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Kategorie(n): Inland 

  24.08.2015   10:02   Leserkommentare (im Wartemodus)

Achtung! Saumagen auf der A8!

Ich glaube nicht, dass jemand, der eine Rinderroulade oder einen Saumagen verdrückt hat, hinterher sicher fahren kann. Das Essen arbeitet in ihm wie eine Zeitbombe. Mit vollem Magen sollte man weder joggen noch schwimmen. Auch nicht Rad fahren. Jeder Sportler weiß das. Autofahrer aber ignorieren diese Regel wie Nichtschwimmer das Badeverbot an Baggerseen. So wie sie das Fett und die Kohlehydrate in sich hineinstopfen, so treten sie nachher auf das Gaspedal. Immer feste druff! Und daran denken, dass es noch 300 Kilometer bis nach Cuxhaven sind! Mehr

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Kategorie(n): Bunte Welt 

  17.08.2015   16:40   Leserkommentare (im Wartemodus)

Der jüdische Cowboy, der täglich mit Gott redet

Nach 27 Jahren im Gazastreifen wurden die Hoffnungen der Siedler von der Wirklichkeit überrollt. Als am 18. August 2005 die Soldaten kamen, um das Gebiet zu räumen, begann für Ilan das, was er “das Trauma meines Lebens” nennt. “Wir wurden aus unserer Heimat vertrieben.” Er hört sich wie ein Palästinenser an, der 1948 Haus und Hof verlor. Ilan ist sich dieser Parallele bewusst, ohne freilich die Folgen zu bedenken. Ein “Recht auf Rückkehr” sieht er nur für sich. Sein Dasein als “Vertriebener” war, verglichen mit dem der Palästinenser, kürzer und komfortabler. Wenn auch nicht einfach. Hier geht’s weiter.

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Kategorie(n): Ausland 

  15.08.2015   11:20   Leserkommentare (2)

Radfahren, ohne in die Pedale treten zu müssen!

Kein Thema polarisiert die Leser dieser Kolumne so sehr wie Überlegungen über den Nutzen von Elektroautos. Die einen sind total dafür, die anderen ebenso heftig dagegen. Dazwischen klafft ein Abgrund. Es scheint sich um eine Glaubensfrage zu handeln. Wer ein E-Auto fährt, kommt in den Himmel, wer einen Verbrennungsmotor unter der Haube hat, dem ist ein Platz in der Hölle vorbestimmt. Oder ist es umgekehrt? Nur Tierrechtler und Veganer vertreten ihren Lebensstil mit einer ähnlichen Ausschließlichkeit. Hier geht’s weiter.

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Kategorie(n): Ausland 

  14.08.2015   20:51   Leserkommentare (5)

Sex With Benefits

Die internationale Ausgabe der NYT von heute druckt eine lange Geschichte über den IS und die Theologie der Vergewaltigung. Dass die IS-Krieger morden, rauben und vergewaltigen, wissen wir. Dass sie die Vergewaltigungen als eine Art Gottesdienst zelebrieren, hat sich noch nicht herumgesprochen. Denn die Religion des Friedens ist auch eine Religion der praktizierten Nächstenliebe, die den Gläubigen alles abverlangt. Hier von Brutalität und Grausamkeit zu sprechen, wäre eine schreckliche Untertreibung.

In the moments before he raped the 12-year-old girl, the Islamic State fighter took the time to explain that what he was about to do was not a sin. Because the preteen girl practiced a religion other than Islam, the Quran not only gave him the right to rape her — it condoned and encouraged it, he insisted. He bound her hands and...

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Kategorie(n): Ausland  Wissen 

  13.08.2015   22:20   Leserkommentare (33)

Tränen auf Reisen

In Bagdad gab es grade einen Anschlag mit Dutzenden von Toten und Hunderten von Verletzten. Die “brüchige Waffenruhe” in der Ostukraine hat bis jetzt Tausende von Menschen das Leben gekostet. Im Irak warten jesidische Kinder und Frauen, die vom Islamischen Staat verschleppt, versklavt und missbraucht wurden, auf ein Ticket nach Deutschland, wo sie psychotherapeutisch behandelt werden sollen.

Das alles ist schrecklich. Aber es rührt niemand zu Tränen. Wir konsumieren solche Nachrichten als wären es Meldungen von Staus rund um das Kamener Kreuz. Und dann passiert so was. Claus Kleber verliert die Contenance und “kämpft im heute-journal mit den Tränen”. Was ist passiert?

Ein Busfahrer hat eine Gruppe von Flüchtlingen mit den Worten begrüßt: “I have an important message for all people from the whole world in this bus. I want to...

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Kategorie(n): Inland