Unterstützung für achgut

Archiv

Beiträge von  

  11.04.2015   18:58   Leserkommentare (4)

Knutschen bei Tempo 200

Ich fahre oft mit der Bahn, aber ich habe noch nie ein Pärchen gesehen, das sich die Zeit mit Knutschen vertreiben würde. Ich sehe nur ältere Ehepaare, die sich stundenlang anschweigen oder angiften, weil einer der beiden die Klappstullen mit Käse statt mit Schinken belegt hat. Oder junge Paare mit Kindern, die mit ihren Spielkonsolen zusammengewachsen sind, während die Eltern mit Smartphones kommunizieren. Oder allein erziehende Mütter oder Väter, denen man die Müdigkeit anmerkt, gegen die sie mit dem Vorlesen von Geschichten ankämpfen. Aber knutschende Paare? Nie und nimmer.
http://ps.welt.de/2015/04/11/die-achsen-des-guten-die-bahn-ist-gift-fuer-liebespaare/

Kompletter Artikel: permanenter Link | Druckversion

Kategorie(n): Bunte Welt 

  10.04.2015   18:57   Leserkommentare (4)

Die schwarze Tochter von Jeanne d’Arc

Die Frau hätte eine Karriere als Model machen können und alle, von Karl Lagerfeld bis Domenico Dolce und Stefano Gabbana, würden ihr zu Füßen liegen; Kate Moss und Naomi Campbell wären froh, ihr beim Ankleiden helfen zu dürfen. Ayaan Hirsi Ali sieht nicht nur rasend gut aus, sie beherrscht sechs Sprachen, hat einen IQ wie Albert Einstein und tritt wie Jeanne d’Arc auf. http://www.welt.de/kultur/literarischewelt/article139317731/Der-fromme-Wunsch-nach-einem-modernen-Islam.html

Kompletter Artikel: permanenter Link | Druckversion

Kategorie(n): Kultur 

  07.04.2015   15:46   Leserkommentare (3)

Der kleine Unterschied zwischen dem Holocaust und einem Völkermord

Die Bundesregierung prüft und prüft “die Möglichkeit der Teilnahme an Gedenkveranstaltungen zum 100. Jahrestag der Massaker an den und der Vertreibungen der Armenier im Osmanischen Reich 1915 und 1916” und kommt nicht zu Potte. Derweil begrüßt sie alle Initiativen, „die der weiteren Aufarbeitung der geschichtlichen Ereignisse von 1915/1916 dienen“ und ist der Auffassung, “dass die Aufarbeitung der Massaker und Vertreibungen in erster Linie Sache der beiden betroffenen Länder Türkei und Armenien ist”.

Ja, das sollen mal die beiden unter sich ausmachen, wer wen massakriert hat. 100 Jahre sind nicht genug, um sich in dieser Sache eine abschließende Meinung zu bilden. Und zu der Frage, “ob es sich bei den Ereignissen um einen Völkermord gehandelt habe, verweist die Bundesregierung auf die Konvention über die Verhütung und...

[Weiterlesen…]

Kompletter Artikel: permanenter Link | Druckversion

Kategorie(n): Inland 

  30.03.2015   23:16   Leserkommentare (5)

Unser Nine-Eleven

Der 24. März 2015 war unser Nine-Eleven. Nicht so grandios inszeniert wie das Original, nicht so verlustreich, aber in der Wirkung ähnlich verheerend. Die Attentäter vom 11. September waren mit Teppichmessern bewaffnet; das reichte, um vier Maschinen unter ihre Kontrolle zu bringen. Der Pilot der Germanwings hatte nicht einmal eine Nagelfeile bei sich. Niemand konnte ihm ansehen, was er vorhatte. http://www.welt.de/debatte/henryk-m-broder/article138924001/Die-Botschaft-vom-24-Maerz-2015.html

Siehe auch:
Erweiterter Suizid
https://numeri249.wordpress.com/2015/03/29/unpassender-vergleich/

Kompletter Artikel: permanenter Link | Druckversion

Kategorie(n): Kultur 

  27.03.2015   13:20   Leserkommentare (4)

“Sie tragen die Betroffenheit im Gesicht”

Was man zu dem widerlichen Katastrophentourismus und der medialen Leichenfledderei, deren Zeugen wir seit drei Tagen werden, sagen muss, haben am dieser Stelle bereits Wolfgang Röhl und Hansjörg Müller gesagt. Gestern Abend gab es allerdings im RTL-Nachtjournal einen weiteren Tiefpunkt, der es verdient, festgehalten zu werden. Ein Gerichtsmediziner erklärte, wie man die Leichenteile zusammensetzt und sie identifiziert.

Der RTL-Zuschauer will es eben ganz genau wissen.

Nicht minder gruselig war der Bericht von einer Münchener Bussi-Pussy-Party, deren Teilnehmer sich vor Betroffenheit nicht mehr einkriegen konnten. Es ist furchtbar, es ist wirklich grausig, aber das ist ja immer so, das ist ja das, was auf dieser Welt ständig passiert, die einen feiern, die anderen sterben….

Das Allerbeste aber, das uns in den letzten Tagen...

[Weiterlesen…]

Kompletter Artikel: permanenter Link | Druckversion

Kategorie(n): Bunte Welt 

  27.03.2015   12:47   Leserkommentare (2)

Action pur

Falls Sie, liebe Leserinnen und Leser, keine Gelegenheit hatten, den „kleinen Parteitag“ der CSU, der bayerischen Schwester der CDU, in Bamberg zu besuchen, dann haben sie etwas verpasst, worüber sie noch ihren Kindern und Enkeln hätten erzählen können.

Es war nicht nur die übliche Gaudi, bei der Ströme von Bier geflossen sind und Bayern zum heilen Mittelpunkt einer aus den Fugen geratenen Welt erklärt wurde, es war einfach großes Kino, Action pur, Unterhaltung vom Feinsten. Mir hatten es vor allem die temperamentvollen Auftritte zweier Politiker, oder wie man in Bayern sagt: Mannsbilder, angetan. Alexander Dobrindt und Markus Söder.

Dobrindt ist Verkehrsminister in der schwarz-roten Koalition unter Angela Merkel. Er ist vor allem damit beschäftigt, eine Straßenmaut für Ausländer einzu-führen, die aber auch von...

[Weiterlesen…]

Kompletter Artikel: permanenter Link | Druckversion

Kategorie(n): Inland 

  24.03.2015   14:16   Leserkommentare (im Wartemodus)

Der Halbmond und des Kaisers neue Kleider

Riad Sattouf ist in Frankreich ein Star. Sein Comic “Der Araber von morgen” ist dort bereits vor dem Anschlag vom 7. Januar erschienen. Es zeichnet das Bild einer gnadenlos rückständigen Gesellschaft.

Ich möchte niemand zu nahe treten, keinen verletzen und auch nicht generalisieren, wenn ich behaupte, dass Kritik und vor allem Selbstkritik nicht zu den wesentlichen Tugenden der arabisch-islamischen Kultur gehören. Muslime scheinen, wie ihre Reaktionen auf “islamkritische” Texte und Karikaturen zeigen, eher zum Beleidigtsein zu neigen als Angehörige anderer Kulturen und Konfessionen.

An allem, was in der arabisch-islamischen Welt schiefläuft – Armut, Analphabetismus, Arbeitslosigkeit –, sind immer die anderen schuld, der Kolonialismus, der Kapitalismus, der Zionismus – und nie diejenigen, die in diesen Ländern das Sagen...

[Weiterlesen…]

Kompletter Artikel: permanenter Link | Druckversion

Kategorie(n): Ausland  Kultur 

  21.03.2015   10:39   Leserkommentare (im Wartemodus)

Spanneralarm!

Das Filmen von Unfällen ist mittlerweile ein Massensport geworden. Ich finde, es ist eine maßlose Sauerei. Nicht nur, weil die Polizei und die Rettungsdienste behindert werden, sondern weil es von einer grenzenlosen Verwahrlosung zeugt. Man könnte natürlich auch sagen: Früher sind die Leute zu öffentlichen Hinrichtungen geströmt, heute können sie sich dem Reiz eines Unfalls nicht entziehen. Insofern hat sich wenig geändert. http://ps.welt.de/2015/03/21/die-achsen-des-guten-die-lust-am-unglueck-der-anderen-ist-widerlich/

Kompletter Artikel: permanenter Link | Druckversion

Kategorie(n): Inland