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  16.10.2014   20:42   Leserkommentare (im Wartemodus)

Die Angst der Deutschen vor dem Ball

Wie konnte es passieren, dass Deutschland gegen Polen null zu zwei verloren hat und gegen Irland eins zu eins ebenfalls verloren hat, denn von einem Unentschieden kann man da ja wohl nicht sprechen? Wird die deutsche Mannschaft jemals wieder mit Zuversicht und frohen Herzens auf den Platz traben? Oder haben wir es mit einem neuen Phänomen zu tun? Mit der Angst der Deutschen auf dem Spielfeld? Jener Fußballer also, über die der Engländer Gary Lineker sagte: Beim Fußball jagen 22 Spieler 90 Minuten lang den Ball, und am Ende gewinnen immer die Deutschen?

Was ist geschehen? Sind die deutschen Pleiten womöglich Vorboten einer drohenden nationalen Gesamtkatastrophe? Wer ist schuld an dem Rasenunglück? Sind es, was kaum denkbar ist, etwa die Spieler? Oder hat die neue Neigung zum Desaster andere, düstere Ursachen? Ich möchte keinen...

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Kategorie(n): Inland 

  09.10.2014   23:12   Leserkommentare (5)

Was Frauen von Männern unterscheidet

Im Zeitalter der fließenden (fluiden) Gendersituation, suche ich nach letzten Fixpunkten. Eine ganz sichere Nummer sind natürlich die strengeren Moslems.

Wenn einer mit coolen Jeans und T-Shirt vorangeht und in drei Schritten Abstand ein schwarzes Ganzkörperzelt folgt, dann ist der Vordermann ein Mann und die Gestalt im schwarzen Zelt eine Frau. So viel ist klar. Aber so klar hat man es heute selten, und das orientalische Genderwesen soll auch nicht mein Thema sein. (Obwohl es ein schönes Thema ist.) Ich versuch’s lieber mit Goethe.

Beziehungsweise mit Goethe im übertragenen Sinn. Mit Literatur also. Darauf gekommen bin ich während einer Literaturveranstaltung im freundlichen bayerisch-schwäbischen Örtchen Diedorf bei Augsburg. Ich erwähne das Dorf, weil ich als notorischer Provinzler gerne daran erinnere, dass die so...

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Kategorie(n): Kultur 

  02.10.2014   19:16   Leserkommentare (4)

Wörishofen auf Weltniveau

Es wird höchste Zeit, dass die Achse auch mal den bayrisch-schwäbischen Kurort Bad Wörishofen erwähnt. Zwar sagen ein paar üble Spötter: „Die Alten und die Doofen gehen nach Bad Wörishofen. Zum Huren und zum Saufen, geht man nach Oberstaufen.“ Aber das ist eine Lüge. Der raffinierte Spötter, der den gemeinen Spruch erfunden hat, tat es, frei nach Morgenstern, nur um des Reimes willen. Tatsächlich sind Wörishofen und Oberstaufen zwei schöne Allgäuer Kurorte, der eine vor prächtiger Bergkulisse, der andere durch Sebastian Kneipp medizinisch geadelt.

Aber das genügt natürlich nicht, um in der Achse erwähnt zu werden. Warum also Wörishofen? Weil es für mich ein Beispiel einer sehr deutschen Qualität ist. Und die heißt: Hochkultur in der so genannten Provinz. Der jüngste Beweis: Diana Damrau, die große, in New...

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Kategorie(n): Inland  Kultur 

  23.09.2014   23:26   Leserkommentare (3)

Eine alte Tradition lebt auf

Die Kopfabschläger des „Islamischen Staats“ folgen einer alten regionalen Routine. Und schon damals bekamen auch einige europäische Christen die scharfen Klingen der mörderischen Islamisten zu spüren. Zum Beispiel der Kreuzfahrer Konrad von Montferrat.

Der war gerade König von Jerusalem geworden. Das war ein schöner Titel, aber der damit verbundene Luxus hielt sich in Grenzen. So kam es immer wieder vor, dass die königliche Küche kalt blieb. Als das wieder mal geschah, beschloss Konrad, sich beim benachbarten Bischof zum Essen einzuladen. Doch, so lautet die Überlieferung, der Bischof hatte schon gegessen, auch seine Küche war inzwischen kalt. Also machte sich König Konrad mit knurrendem Magen und wahrscheinlich mit Wut im Bauch auf den Heimweg. Nach königlichen Maßstäbe war das kein guter Tag. Ach, wäre es dabei...

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Kategorie(n): Kultur  Wissen 

  21.09.2014   18:35   Leserkommentare (im Wartemodus)

Eine Affäre mit vielen Abenteuern

Sean Connery, der berühmteste Schotte unserer Tage, kann auf den Bahamas und in Andalusien wohnen bleiben. Der große schottische Patriot hatte ja leichtfertig in Aussicht gestellt, in die alte, kalte Heimat zurückzukehren, wenn sich seine Landsleute für die volle Unabhängigkeit entscheiden. Nun muss er das halbe Versprechen nicht einlösen.

Sean Connery kann als Symbolfigur für das interessante Verhältnis zwischen Engländern und Schotten gelten. Als James Bond ist der Schotte zur Personifizierung des supercoolen Engländers geworden, der im Auftrag ihrer Majestät die Welt rettet und ohne speziellen Auftrag die Damenwelt beglückt. Hätte er als James MacBond im Auftrag einer Edinburgher Regierung die gleiche Berühmtheit erzielt? Wohl kaum.

Dem Bond-Zwiespalt ist eine lange Geschichte komplexer Beziehungen vorausgegangen. Es...

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Kategorie(n): Ausland 

  06.09.2014   22:25   Leserkommentare (14)

Wie England Islamisten produziert

Offenbar ist das Leben als IS-Terrorist doch keine reine Freude. Zwar kann man zur Zeit wohl nur in diesem Verein unschuldige Amerikaner mit dem Schwert köpfen. Für Leute, denen so etwas Spaß macht, ist das natürlich eine einmalige Gelegenheit. Und ein Brite hat diese Gelegenheit freudig beim Schopf gepackt, wenn das in diesem Zusammenhang das richtige Wort ist. Aber den ersten der rund 500 Briten, die sich als IS-Terroristen verdingt haben, scheint die Lust zu vergehen. Wie man liest, möchten einige gerne wieder nach Hause auf die Insel.

500 Briten als islamistische Terroristen in der nahöstlichen Hauptkrisenregion? Ja, das Königreich stellt mit Abstand Europas größtes Kontingent für diese gemeingefährliche Fanatikertruppe. Das ist kein Zufall. Großbritannien ist das Land, dessen politisch überkorrekte Toleranz am...

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Kategorie(n): Ausland 

  16.08.2014   12:02   Leserkommentare (im Wartemodus)

Donnerwetter! Hillarygate!

Donnerwetter. Das hätte ich unseren Jungs vom BND gar nicht zugetraut. Sie sollen Hillary Clinton abgehört haben? Und das im Flugzeug? Womöglich ihr Handy? Das grenzt ja fast an Angelagate. Hillary Clinton ist zwar keine Regierungschefin wie Angela Merkel sondern war nur Außenministerin. Aber sie könnte die nächste Präsidentin der USA sein. Sie auszuforschen wäre also eine proaktive Maßnahme. Ich kann meinen Ausruf der Überraschung und Bewunderung nur wiederholen: Donnerwetter.

Bis jetzt hatte ich befürchtet, dass unsere Politiker sich nicht nur zum Schein sondern allen Ernstes über die bösen Geheimdienste Amerikas beschwert haben, weil unsere eigenen zu brav oder zu naiv oder zu unfähig sind, um bei den Amerikanern zu spionieren. Ich habe zwar immer gehofft, dass die deutsche Empörung über die NSA eine gut gespielte...

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Kategorie(n): Ausland 

  14.08.2014   15:19   Leserkommentare (5)

Verstehe einer die Mathematikerinnen

Miryam Mirzakhani hat im Iran sehr erfolgreich Mathematik studiert. Und das als Frau. Im Land der Mullahs. Also in einem Land, deren Genderpolitik nach Berliner Maßstäben extrem verbesserungsfähig ist. Wenn es dort eine Frauenquote geben sollte, dann wohl eher eine mit negativen Vorzeichen. Die Idee, ein Drittel der Aufsichtsräte mit Frauen zu besetzen, würden die Mullahs als Teufelswerk verdammen. Und gibt es in Teheran überhaupt öffentliche Toiletten für Emanzipierte aller Art?

Wie konnte es Miryam Mirzakhami in diesem genderpolitisch unterbelichteten Land so weit bringen, dass sie in die USA eingeladen wurde, um an der Harvard-Universität ihren Master und Doktor der Mathematik zu machen?

Wie konnte es dieser armen Frau gelingen, sich aus dem iranischen Sumpf der Frauenunterdrückung so sehr zu befreien, dass sie in jungen...

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Kategorie(n): Kultur