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Beiträge von  

  21.09.2014   18:35   Leserkommentare (im Wartemodus)

Eine Affäre mit vielen Abenteuern

Sean Connery, der berühmteste Schotte unserer Tage, kann auf den Bahamas und in Andalusien wohnen bleiben. Der große schottische Patriot hatte ja leichtfertig in Aussicht gestellt, in die alte, kalte Heimat zurückzukehren, wenn sich seine Landsleute für die volle Unabhängigkeit entscheiden. Nun muss er das halbe Versprechen nicht einlösen.

Sean Connery kann als Symbolfigur für das interessante Verhältnis zwischen Engländern und Schotten gelten. Als James Bond ist der Schotte zur Personifizierung des supercoolen Engländers geworden, der im Auftrag ihrer Majestät die Welt rettet und ohne speziellen Auftrag die Damenwelt beglückt. Hätte er als James MacBond im Auftrag einer Edinburgher Regierung die gleiche Berühmtheit erzielt? Wohl kaum.

Dem Bond-Zwiespalt ist eine lange Geschichte komplexer Beziehungen vorausgegangen. Es...

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Kategorie(n): Ausland 

  06.09.2014   22:25   Leserkommentare (14)

Wie England Islamisten produziert

Offenbar ist das Leben als IS-Terrorist doch keine reine Freude. Zwar kann man zur Zeit wohl nur in diesem Verein unschuldige Amerikaner mit dem Schwert köpfen. Für Leute, denen so etwas Spaß macht, ist das natürlich eine einmalige Gelegenheit. Und ein Brite hat diese Gelegenheit freudig beim Schopf gepackt, wenn das in diesem Zusammenhang das richtige Wort ist. Aber den ersten der rund 500 Briten, die sich als IS-Terroristen verdingt haben, scheint die Lust zu vergehen. Wie man liest, möchten einige gerne wieder nach Hause auf die Insel.

500 Briten als islamistische Terroristen in der nahöstlichen Hauptkrisenregion? Ja, das Königreich stellt mit Abstand Europas größtes Kontingent für diese gemeingefährliche Fanatikertruppe. Das ist kein Zufall. Großbritannien ist das Land, dessen politisch überkorrekte Toleranz am...

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Kategorie(n): Ausland 

  16.08.2014   12:02   Leserkommentare (im Wartemodus)

Donnerwetter! Hillarygate!

Donnerwetter. Das hätte ich unseren Jungs vom BND gar nicht zugetraut. Sie sollen Hillary Clinton abgehört haben? Und das im Flugzeug? Womöglich ihr Handy? Das grenzt ja fast an Angelagate. Hillary Clinton ist zwar keine Regierungschefin wie Angela Merkel sondern war nur Außenministerin. Aber sie könnte die nächste Präsidentin der USA sein. Sie auszuforschen wäre also eine proaktive Maßnahme. Ich kann meinen Ausruf der Überraschung und Bewunderung nur wiederholen: Donnerwetter.

Bis jetzt hatte ich befürchtet, dass unsere Politiker sich nicht nur zum Schein sondern allen Ernstes über die bösen Geheimdienste Amerikas beschwert haben, weil unsere eigenen zu brav oder zu naiv oder zu unfähig sind, um bei den Amerikanern zu spionieren. Ich habe zwar immer gehofft, dass die deutsche Empörung über die NSA eine gut gespielte...

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Kategorie(n): Ausland 

  14.08.2014   15:19   Leserkommentare (5)

Verstehe einer die Mathematikerinnen

Miryam Mirzakhani hat im Iran sehr erfolgreich Mathematik studiert. Und das als Frau. Im Land der Mullahs. Also in einem Land, deren Genderpolitik nach Berliner Maßstäben extrem verbesserungsfähig ist. Wenn es dort eine Frauenquote geben sollte, dann wohl eher eine mit negativen Vorzeichen. Die Idee, ein Drittel der Aufsichtsräte mit Frauen zu besetzen, würden die Mullahs als Teufelswerk verdammen. Und gibt es in Teheran überhaupt öffentliche Toiletten für Emanzipierte aller Art?

Wie konnte es Miryam Mirzakhami in diesem genderpolitisch unterbelichteten Land so weit bringen, dass sie in die USA eingeladen wurde, um an der Harvard-Universität ihren Master und Doktor der Mathematik zu machen?

Wie konnte es dieser armen Frau gelingen, sich aus dem iranischen Sumpf der Frauenunterdrückung so sehr zu befreien, dass sie in jungen...

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Kategorie(n): Kultur 

  23.07.2014   20:26   Leserkommentare (6)

Die Not der Tunnelbauer

Zu den Ungerechtigkeiten des Nahostkonflikts gehört, dass immer wieder Zweifel an dem ökonomischen und technologischen Leistungswillen der Palästinenser geäußert werden. Dabei wird völlig übersehen, dass die Palästinenser des Gazastreifens heute zu den tüchtigsten und geschicktesten Tunnelbauern der Welt gezählt werden müssen.

Sie haben die traditionellen Eliten des Bergbaus, seien sie im Ruhrgebiet, seien sie in Südafrika, um Längen überholt. Vor allem haben sie dem Bohren dicker Löcher ins Erdreich eine völlig neue, postindustrielle Zielrichtung gegeben.

Palästinänsertunnel dienen nicht mehr den alten Industrien wie Kohle oder Goldabbau, sondern zeitgemäßeren Aktivitäten wie dem Terroristenschmuggel nach Ägypten und dem Raketenbeschuss auf Israel.

Hier haben es die Spezialisten des Gazastreifens unter der...

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Kategorie(n): Ausland 

  22.07.2014   22:49   Leserkommentare (1)

Versuch einer Entschuldigung

Das Spiegel-Interview mit Christian Wulff war das beste, das ich dort seit langem gelesen habe. Ein klarer Sieben-zu-eins-Sieg für den aus dem Amt gehetzten Bundespräsidenten. Sieben zu eins? Wieso eins? Der Spiegel hat es auch in den letzten Spielminuten nicht geschafft, dem Gesprächspartner den Ball ins Netz zu setzen. Sieben zu Null also.

Besonders interessant fand ich die Passage, in der andeutungsweise über die Möglichkeit gesprochen wurde, dass Medienvertreter sich bei ihm entschuldigen könnten. Es wurde schnell klar, dass dies ein Ding der Unmöglichkeit ist und von Wulff auch nicht erwartet wurde.

Warum haben wir Journalisten solche Probleme, uns zu entschuldigen? Liegt es daran, dass wir von Hause aus immer recht haben? Handelt es sich um eine kulturell erworbene Behinderung? Oder gar um einen genetischen Defekt?

Ich...

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Kategorie(n): Inland 

  17.07.2014   21:45   Leserkommentare (5)

Das wollen Gauchos sein?

Wird man die Schande des Berliner Gaucho-Tanzes jemals wieder gutmachen können? Würde eine offizielle Entschuldigung des deutschen Bundespräsidenten bei Frau Kirchner in Buenos Aires ausreichen? Oder ein Kniefall? Oder werden wir im Zeitalter von Google und Youtube für alle Ewigkeit mit dem bedauerlichen Bild leben müssen, das die deutschen Weltmeisterkicker abgaben, als sie vor Millionen, um nicht zusagen: vor Milliarden Zuschauern in diskriminierend geduckter Tanzhaltung die armen Argentinier brutalst möglich verhöhnten?

Die Schande begann ja schon damit, dass man die Argentinier in ihrer Gesamtheit als Gauchos bezeichnete. Wo doch jeder weiß, dass nur eine kleine Minderheit der Argentinier Gauchos sind. Die meisten Argentinier sind doch anderweitig beschäftigt. Sie tanzen zum Beispiel Tango und spielen das Bandoneon.

Aber...

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Kategorie(n): Inland  Kultur  Bunte Welt 

  14.07.2014   23:51   Leserkommentare (3)

Rache für den Holocaust

Die Sache ist nicht neu, und ich mach’s auch kurz. Aber da immer wieder der gleiche Mechanismus greift, muss man es ab und zu wiederholen: Wir können den Juden auch 70 Jahre danach den Holocaust nicht verzeihen.

Mit ihrer Vernichtung haben uns die Juden bekanntlich übel mitgespielt. Sie haben sich zu Millionen umbringen lassen, nur damit wir Deutschen ein dauerhaft schlechtes Gewissen bekommen. Ein fieser, typisch jüdischer Trick.

Nach dieser Gemeinheit ist es kein Wunder, dass wir im Nahostkonflikt dem Staat Israel gerne die Rolle des Bösen geben und den Palästinensern die Rolle der armen Opfer. Wer einmal von den Juden so reingelegt worden ist wie wir Deutschen, der kann nicht verlangen, dass wir Verständnis für die Probleme des heutigen Israel haben.

Dass die permanente Israelkritik ihre Berechtigung hat, kann man schon...

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Kategorie(n): Inland