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  23.03.2015   12:00   Leserkommentare (5)

6 Sekunden und die schöne Frau im Lokal

Neulich lief eine schöne Frau durch das Lokal, in dem ich Graved Lachs und Reibedatschi (Reibekuchen) aß. Sie war groß, schlank und wohlproportioniert. Das konnte ich erkennen, weil sie keine Burka sondern ein ebenfalls schönes, enges und kurzes Kleid trug. Da ich neulich gelesen habe, dass schon der „freche Blick“ den Tatbestand der sexuellen Belästigung erfüllt, beschloss ich nicht hinzuschauen. Es ist mir nur halb gelungen.

Der Gang der Schönen durchs Lokal dauerte nach meiner Berechnung sechs Sekunden. Drei Sekunden lang – das kann ich mit Stolz sagen – habe ich nicht hingeschaut sondern weggeschaut. Bei den drei Sekunden, die ich doch hingeschaut habe, handelte es sich um die ersten eineinhalb und die letzten eineinhalb Sekunden ihres Durchgangs.

Die ersten eineinhalb Sekunden kann man noch als normales, ja nahezu...

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Kategorie(n): Inland  Kultur 

  22.03.2015   12:00   Leserkommentare (2)

Die Antwort liegt in Entenhausen

In Krisenzeiten empfiehlt es sich, auf große historische Vorbilder zu schauen. Dies gilt auch dann, wenn die Lehre, die sie bieten, ernüchternd ist. Im gegenwärtigen finanzpolitischen Chaos lehren uns Carl Barks und seine kongeniale deutsche Mitstreiterin Erika Fuchs anhand mehrerer Enten, dass es ewige, für Fortschrittsgläubige leider enttäuschende Wahrheiten gibt. Soll man also „ächz, seufz, stöhn“ sagen, wie man es in Entenhausen formulieren würde?

Zwei Entenhausener, Donald Duck und sein Onkel Dagobert, sollen hier beispielhaft betrachtet werden, weil sie die äußeren Pole des Kapitalismus und damit den Kern unserer aktuellen Probleme markieren. Wie verhalten sie sich in der Doppelkrise, also angesichts der extremen Niedrigzinspolitik und als Betroffene der fortdauernden internationalen Finanzkrise?

Nun, Donald Duck...

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Kategorie(n): Inland  Ausland  Kultur  Wirtschaft 

  14.03.2015   15:03   Leserkommentare (im Wartemodus)

Obama verwählt sich

Das neue Rote Telefon

Obama: „John? Wie weit sind Sie mit dem roten Telefon?“

John Smith: „Moment. So. Fertig, Mr. President.“

Obama: „Danke, John. Es wurde auch Zeit. Die Gefahr einer atomaren Konfrontation wächst von Tag zu Tag. Das alte rote Telefon ist ja leider entsorgt worden.“

John Smith: „Man glaubte eben an den ewigen Weltfrieden. Das Ende der Geschichte. Macht aber nichts. Dafür haben Sie jetzt ein brandneues rotes Telefon.“

Obama: „Danke John. Dann will ich es gleich mal ausprobieren.“

John Smith: „Goodbye, Mr. President. Und viel Spaß mit dem neuen roten Telefon.“

Obama: „Michelle? Hast du die Durchwahl von Putin?“

Michelle Obama: „Einen Moment, Barack. Nein, ich hab nur die Nummer der Zentrale.“

Obama: „Ok. Muss genügen. Dann versuch ich die mal.“

Kreml: „Guten...

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Kategorie(n): Ausland 

  17.02.2015   11:50   Leserkommentare (5)

Der T.- und - A. - Neid

Hier ein überfälliges Lob für die Grünen, die mit zwei exzellenten sprachlichen Beiträgen die politische Debattenkultur wieder einmal deutlich angehoben haben. Da wäre einmal der Vollpfosten zu nennen, der in diesen Tagen gleich zweimal zur Sprache kam. Und dann sind da die Titten und der Arsch, den die emanzipatorische Frauenpartei ebenfalls in die Debatte geworfen haben.

Zur Erinnerung: Es begann damit, dass der Hamburger Grünen-Politiker Michael Kellner einige nicht näher bezeichnete CSU-Politiker als Vollposten bezeichnete. Damit machte er Schule. Denn Tags darauf griff der FDP-Politiker Wolfgang Kubicki das Wort auf und ernannte den südwestdeutschen Grünen-Politiker Jörg Rupp zum Vollpfosten. Dieser wiederum hat sich den Vollpfosten-Titel erworben, indem er der Hamburger FDP-Politikerin Katja Suding vorgeworfen hat, sie...

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Kategorie(n): Inland 

  15.02.2015   23:41   Leserkommentare (4)

Lachen ist lebensgefährlich

Braunschweig gehört nicht zu den höchsten Hochburgen des deutschen Karnevals. Da denke ich eher an Münster. Denn dort singt man in diesen Tagen: „Westfalenland, Westfalenland ist wieder außer Rand und Band.“ Aber wer weiß, vielleicht wäre ja auch Braunschweig außer Rand und Band, wenn den Braunschweigern ein Möchtegern-Terrorist nicht den Spaß verdorben hätte.

Islamistische Extremisten sind die schlimmsten Spaßbremsen unserer Tage. Sie greifen vor lauter Humorlosigkeit sogar zur Waffe und zur Bombe. Oder haben sie nur einen besonders vertrackten Humor? In Dänemark beendete einer eine Debatte über die Meinungs- und Humorfreiheit mit tödlichen Schüssen. Das war eine klare Ansage: Wir dulden keinen Humor. Wer lacht, wird erschossen. Aus diesem Grund leisteten ja auch die Kölner Karnevalisten vorauseilenden...

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Kategorie(n): Inland 

  11.02.2015   18:29   Leserkommentare (4)

Männer im Herrensitz

Zugegeben: In der Ukraine geht es um Krieg und Frieden und in Griechenland um den Euro. Aber wir sollten darüber nicht die wichtigen gesellschaftspolitischen Entwicklungen aus dem Auge verlieren. Sie kommen, wie meistens, aus Amerika. Im aktuellen Fall meine ich den Konflikt, der, wie ich in meiner Zeitung lese, in New York um das so genannte „man spreading“ ausgetragen wird.

Der Kampf gegen das „man spreading“ ist die neueste Stufe einer Auseinandersetzung, die mit dem Sitzzwang für Männer auf den Toiletten begann. Auch diese Auseinandersetzung hatte ihren Anfang in Amerika und schwappte von dort zu uns herüber. Inzwischen hat sie sich weitgehend erledigt. Der neue Mann hinterlässt diesseits und jenseits des Atlantik kaum noch eklige Plätschertropfen.

In einer ersten Stufe hat er die Lektion gelernt, dass man vor dem...

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Kategorie(n): Bunte Welt 

  06.02.2015   21:28   Leserkommentare (3)

Die Angst des Gläubigers beim Elfmeter

Ehe ich zu Griechenland komme, möchte ich an einen der größten Irrtümer der Gegenwartsliteratur erinnern: Peter Handke lag völlig daneben, als er einer seiner Erzählungen die Überschrift gab: „Die Angst des Tormanns beim Elfmeter.“ Wenn einer beim Elfmeter keine Angst haben muss, dann ist es der Torwart. Angst hat einzig und allein der Elfmeterschütze. Was das mit Griechenland zu tun hat, sag ich gleich.

Bleiben wir zunächst beim Elfmeter. Was ist das Schlimmste, das dem Torwart passieren kann? Dass er den Elfer nicht hält. Dann wird man sagen: So ist das nun mal beim Elfmeter. Die sind schwer zu halten. Keiner macht dem Tormann einen Vorwurf. Hält er aber den Elfmeter, ist er ein Held. Man klopft ihm auf die Schulter und sagt: Toll gemacht. Also: Nicht schlimm oder Held. Wenn das keine Win-Win-Situation ist. Handke...

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Kategorie(n): Wirtschaft 

  30.01.2015   00:23   Leserkommentare (2)

Und als nächste sind die Tanzmariechen dran

Nach der Lektüre des neuen Houellebecq-Romans finde ich es nicht überraschend, dass der Kölner Karneval beim Rosenmontagszug auf ursprünglich geplante islamkritische Witzfiguren verzichtet.

Ich hätte wahrscheinlich genauso gehandelt. Bei so großen Menschenansammlungen ist nun mal Vorsicht die Mutter der Porzellankiste. Aber es zeigt auch, wie weit es mit uns gekommen ist. Ich will nicht gleich von „Unterwerfung“ sprechen, aber eine kräftige Prise Unterwürfigkeit ist es doch. Klugheit und Feigheit haben nun mal eine gewisse Schnittmenge.

An katholische Witzfiguren hat man sich im hillige Kölle durchaus schon herangetraut, wenn auch behutsam wie die Igel bei der Paarung. Humorlose Katholiken stürzen sich ja auch nicht gleich mit Schnellfeuergewehren auf die Humorproduzenten. Das tun nur Islamisten. Da verzichtet man schon...

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Kategorie(n): Inland