Unterstützung für achgut

Archiv

Beiträge von  

  23.04.2014   22:46   Leserkommentare (2)

Was uns so bewegt

Die verlagsunabhängig ermittelten IVW-Auflagezahlen für das 1. Quartal 2014 sind da. Danach sackte die „harte Auflage“ des „Stern“ (Claim: „Was uns bewegt“) innerhalb eines Jahres um 22,3 Prozent. „Und am Kiosk fand das Magazin sogar über 31 Prozent weniger Käufer als vor einem Jahr“, schreibt der Mediendienst „dwdl.de.“ Morgen erscheint der Stern mit der leckeren Titelstory „Die vegane Versuchung“. Vegan (nix, was mit Eiern kontaminiert wurde! Honig ist Bienenerbrochenes! Vegetarier sind Mörder!) blätterfuttert und zetert eine Sekte von schätzungsweise 0,1 Prozent der Deutschen. „Keine Angst vorm neuen stern“ hieß die Werbekampagne zum Relaunch der bekanntesten deutschen Illustrierten im März 2013.

Kann die Konkurrenz unterschreiben.

Kompletter Artikel: permanenter Link | Druckversion

Kategorie(n): Kultur 

  17.04.2014   09:12   Leserkommentare (6)

Das Leben ist ein Weißes Album

Das „White Album“, eine Doppel-LP von 1968, ist eine der späten Studioproduktionen der Beatles. Zurecht gerühmt, obwohl sie einen selbst für die damalige Denke ungewöhnlich idiotischen Songtext enthält („Back in the USSR“). Leute meiner Generation und Sozialisation haben das Weiße Album sicher viele Dutzend Mal abgenudelt, vor allem die erste der beiden Scheiben. Weshalb ihnen die Reihenfolge der Stücke unauslöschlich im Gedächtnis haftet. Also, nach dem Ausklingen von „The Continuing Story of Bungalow Bill“ ertönt ein scharfer Ruf, dann das Riff zu George Harrisons grandiosem „While My Guitar Gently Weeps“. Auf „I’m so tired“ folgt „Blackbird“, und zum Schluss kommt „Julia“. Immer noch, wenn ich „Ob-La-Di, Ob-La-Da“ höre, und sei es in der Fahrstuhlmusikversion, erwartet ein Rezeptor in meinem Gehirn, dass es mit „Wild Honey Pie“ weitergeht. Man nennt das, glaube ich, Konditionierung.

[Weiterlesen…]

Kompletter Artikel: permanenter Link | Druckversion

Kategorie(n): Kultur 

  14.04.2014   16:11   Leserkommentare (1)

Desertec: Eine Vision muss zum Arzt

„Zuletzt der Energiekonzern Eon und die HSH Nordbank, jetzt der Baukonzern Bilfinger: Immer mehr deutsche Firmen ziehen sich aus der Industrie-Initiative DII zurück. Unter dem Namen Desertec war das Konsortium im Jahr 2009 unter großem medialen Brimborium mit der Idee gestartet, in großem Stil Strom aus erneuerbaren Energien in Nordafrika und dem Mittleren Osten zu produzieren, den sogenannten Mena-Staaten. Bis 2050, so damals die Hochrechnung, könnte die EU ein Viertel ihres Stroms aus riesigen Sonnen- und Windkraftwerken in der Wüste importieren.“
http://www.taz.de/Wuestenstrom-Initiative/!136787/
Siehe auch:
http://www.achgut.com/dadgdx/index.php/dadgd/article/in_den_sand_gesetzt_der_fall_desertec/

Kompletter Artikel: permanenter Link | Druckversion

Kategorie(n): Wirtschaft 

  09.04.2014   20:17   Leserkommentare (6)

Trauer muss der Tofu tragen

Deutschland hat einen neuen Medienskandal. Vielleicht den größten seit den gefakten Hitler-Tagebüchern. Zig Millionen potentielle Zuschauer, die vegan leben, wurden um eine wichtige Fernsehsendung betrogen! Sofort brach ein Shitstorm los. Im Visier: der Lakai der tier- und allesverachtenden Fleischmafia, das ZDF. Der Sender hatte, statt sein für den 8. April geplantes „Duell: Vegetarier gegen Fleischesser“ auszustrahlen, kurzfristig einen Bericht über die Suche nach dem Wrack von MH 370 ins Programm gehoben. Auf der Facebook-Seite von Attila Hildmann, dem als Duellant bereits groß angekündigten Starkoch der Veganerschaft, war man sich weitgehend einig: „Hier stinkt doch was!“

[Weiterlesen…]

Kompletter Artikel: permanenter Link | Druckversion

Kategorie(n): Kultur  Bunte Welt 

  07.04.2014   23:24   Leserkommentare (5)

McDoof. Unser Mann für Brüssel

Den Namen David McAllister dürfte kaum ein Achse-Leser kennen. Ich erwähne ihn nur der Form halber. Der Mann, geb. 1971, hat Jura studiert, kam mit 20 Jahren zur CDU, machte in Niedersachsen Parteikarriere. Der übliche öde Politquark halt. Weil Christian Wulff 2010 Bundespräsident wurde, wurde auch der Mac was, nämlich Ministerpräsident von NDS. Die Landtagswahl von 2013 vergeigte die CDU, wenn auch nur knapp. Der Mac entschloss sich, es lieber mal mit Europa zu versuchen. Jetzt ist er CDU-Spitzenkandidat für die anstehende Europawahl. Und verteilt schon mal, als Kostprobe seines künftigen Wirkens als hochbezahlter EU-Dummschwätzer, vor schutzlosen Schülern eines niedersächsischen Internatsgymnasiums Phrasen wie diese: „Unsere Aufgabe ist es, die Begeisterung für Europa von Generation zu Generation weiterzugeben“.

Wenn...

[Weiterlesen…]

Kompletter Artikel: permanenter Link | Druckversion

Kategorie(n):

  04.04.2014   09:41   Leserkommentare (11)

Was in Akif Pirinccis Buch fehlt

„Immer mehr Menschen wählen DKP!“ verkündete der Große Vorsitzende Herbert Mies in den 1970ern regelmäßig, hinsichtlich der Zukunft seiner Volkspartei. „Immer mehr Menschen wollen fleischlos glücklich sein“, schreibt „stern TV“, die Fernsehprogrammbeilage des Magazins, über eine Sendung zum Thema Veganismus. Beide Aussagen beziehen ihren Charme nicht etwa aus der Tatsache, dass sie die Realität leugnen. Sondern daraus, dass ihre Urheber Realität nicht einmal buchstabieren können. Wenn etwas fehlt in Akif Pirinccis Bestseller über das sinnbefreite Deutschland (Untertitel: „Der irre Kult um Frauen, Homosexuelle und Zuwanderer“) dann ist es das anschwellende Gegacker um den Veganismus. Beim Veganismus handelt es sich um das psychopathologische Worst-Case-Szenario des Vegetariertums.

[Weiterlesen…]

Kompletter Artikel: permanenter Link | Druckversion

Kategorie(n): Inland  Kultur  Bunte Welt 

  02.04.2014   10:14   Leserkommentare (6)

Prokon-Update: Carsten allein außer Haus

Was macht eigentlich Carsten Rodbertus? Der charismatische Barfußläufer, Energiewender, Bankenschreck und Gründer der „vorläufig“ insolventen Windkraftfirma Prokon hätte sich beinahe, so schien es nach einem freundlichen Bericht der „taz“ vom 25. März, doch noch an seinem berühmten grauen Langzopf aus dem Sumpf ziehen können. In welchen er sein mit 1,4 Milliarden Euro von insgesamt 74.000 Anlegern ausgestattetes Unternehmen geritten hatte. Er wollte die marode Firma von einer GmbH in eine Genossenschaft umwandeln, hieß es, um auf diese Weise auf der Brücke (und der Payroll) des Havaristen verbleiben zu können. Die Genossen von der taz beobachteten das Manöver gedämpft optimistisch.

[Weiterlesen…]

Kompletter Artikel: permanenter Link | Druckversion

Kategorie(n): Wirtschaft 

  25.03.2014   23:29   Leserkommentare (3)

Das Grauen. Das Grauen. Neues vom Ikea-Krimi

Deutsche Krimireihen triefen vor sozialer Betroffenheit? Es gutmenschelt darin aufs Gruseligste? Noch dazu wird man andauernd mit Problemen belästigt, welche im verkorksten Privatleben der superkaputten Cops gründen und von denen kein Schwein was wissen möchte? Vergessen Sie’s! Ein deutscher TV-Krimi ist ein cooler, schnörkelloser film noir nach bester amerikanisch-französisch-italienischer Tradition, verglichen mit seinem skandinavischen Pendant. Neulich lief im ZDF eine Folge aus der 2. Staffel von „Die Brücke – Transit in den Tod“. Es geht in der dänisch-schwedischen Koproduktion um die Jagd auf einen „Wahrheitsterroristen“, der mit erlesenen Untaten (näht zum Beispiel Teile von einer Prostituierten und einer Stadträtin akkurat zu einer einzigen Leiche zusammen) auf „gesellschaftliche Missstände“ hinweisen möchte. Es handelt sich um:
• Ungleichheit vor dem Gesetz.
• Ignoranz gegenüber Obdachlosen.
• Extreme Einsparungen im psychiatrischen Bereich.
• Fehlende Integration von Ausländern.
.    Allgemeine Gleichgültigkeit gegenüber dem Thema Kinderarbeit.

[Weiterlesen…]

Kompletter Artikel: permanenter Link | Druckversion

Kategorie(n): Kultur