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Beiträge von  

  11.12.2014   09:06   Leserkommentare (5)

Dem Visionär ist nichts zu schwer

Es war ein schlimmes Jahr für kühne Projekte. Das Wüstenstrommärchen Desertec verdunstete endgültig, und ein Windei namens Prokon rollte in die Insolvenz. In den Auftragsbüchern der Firma Skysails, welche Schiffe per Zugdrachen in Schwung bringen möchte, findet sich mutmaßlich noch unbeschriebener Raum. Öl- und Gaspreise sind auf Tiefstände gerutscht, die Peak Oil-Gläubige zur Verzweiflung treiben. Und wie steht es um „Das Ende des Atomzeitalters“ (das ein flinker „Spiegel“-Titel direkt nach Fukushima ausrief)? Zu dumm, in Brüssel wird momentan das Gegenteil verhandelt. Kein Problem für Menschen mit Visionen und ohne Arzt (courtesy of H. Schmidt). Zeit für frische Ideen. Hier kommt „Enerkite“, die etwas andere Windkraftanlage!

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Kategorie(n): Wirtschaft 

  04.12.2014   22:02   Leserkommentare (4)

Wenn der Esel malt

Wer Menschen liebt, einfach, weil sie so sind wie sie sind, würde Andrea sicherlich in den Arm nehmen und ihr ins Ohr flüstern wollen: Menschenskind! Hör auf. Mach was anderes. Das hier wird nie was. Auch wenn du just noch ein bisschen Förderknete für deinen armseligen Kräuterhof gekriegt hast. Nein, Andrea, das ist kein Modell! Das ist bloß Selbstausbeutung. Und bald bist du zu alt dafür. Nach dir wird kommen: nichts Nennenswertes. Aber wie könnte man das dieser Frau, „Bäuerin aus Leidenschaft“ (NDR), schonend verklickern? Deren Esel malt und die glaubt, dass es kein falsches Leben im richtigen gibt? Hier kommt das Drama eines selbstversorgerischen Lebens. Andrea hat es vermasselt, gewiss. Aber die wahren Schuldigen sitzen in den höchsten Ställen....[Weiterlesen…]

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Kategorie(n): Kultur 

  01.12.2014   22:39   Leserkommentare (3)

Durch den Wind. Energiewende im ZDF-Krimi

Pharmakonzerne, Investmentbanken, Rüstungsschmieden, Atomkraftwerke – öffentlich-rechtliche Krimis docken gerne bei Branchen an, wo Fernsehmacher das Böse als systemisch verorten. Allein die Öko-Industrie stand bislang nicht auf der Shit-Liste. Seltsam, sind doch bei ihr Lug & Betrug, Lobbyismus, Bestechung, Anlegerverarschung und fabrizierte Gutachten mindestens so hoch entwickelt wie bei den herkömmlichen Schurken. Vor allem das Windradbusiness stiftet Schäden. Zerstört Landschaften, spaltet Dörfer, macht ein paar Leute reich und viele ärmer. Die Preise für landwirtschaftliche Flächen explodieren. Wegen der „Biogas“-Maiswüsten und weil für die gefräßigen Windparks Ausgleichsgebiete bestimmt werden müssen. Biobauern gehen deshalb, ironischerweise, zuvörderst pleite. Kurz, die Wirklichkeit enthält solide Bausteine für TV-Fiktionen – Gier, Irrsinn, Zoff, Rachegelüste.

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Kategorie(n): Kultur 

  26.11.2014   23:30   Leserkommentare (7)

Hase, Igel und der „Spiegel“

Man mag so bekloppt sein, wie’s nur geht – manche „Spiegel“-Redakteure sind einem diesbezüglich immer ein Stück weit voraus. Zum Beispiel die Dame, die für „Spiegel online“ einen Regisseur namens Klaus Gietinger interviewt, der ein Buch über tödliche Autounfälle von Prominenten geschrieben hat. Ansonsten dreht er „Tatort“-Folgen und arbeitet für die ZDF-Kinderserie „Löwenzahn“. In “99 Crashes” geißelt der Künstler das Auto als „Massenvernichtungswaffe“, die „47 Millionen“ Menschen umgebracht habe. Er schwärmt von Zeiten, als die Straße „ursprünglich den Kindern, den Hühnern, Bauern, Ochsenkarren, Radfahrern“ gehörte. Autos „machen süchtig“ und gehören abgeschafft, findet Gietinger. Wer wissen will, was unter den Hirnschalen deutscher Kulturschaffender so alles summt & brummt, kann das...

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Kategorie(n): Bunte Welt 

  24.11.2014   12:46   Leserkommentare (2)

Die tausend tumultuarischen Tage des HME

Nachrufe auf Hans Magnus Enzensberger, Jahrgang 1929, liegen seit längerem in den Schubladen feuilletonangebender Blätter auf Stand-by. Auch in den Dateien der Nachrichtenagenturen, natürlich. Denn Letztere müssen auf der Stelle liefern, wenn sich die Kunde von einer großen Leiche verbreitet. Und HME ist fraglos einer der paar Großintellektuellen Nachkriegsdeutschlands, auf jeden Fall der lesbarste und amüsanteste von ihnen. Jetzt hat der alte Herr den auf-Vorrat-Schreibenden einen hübschen Strich durch die Rechnung gemacht. Indem er sie mittels einer unerwarteten, partialen Autobiografie zwang, große Teile ihrer Setzkasten-Bausteine („eleganter, kunstvoll beiläufiger Formulierer“, „Meister vieler Disziplinen“, „unvereinnahmbares politisches Chamäleon“, „ewig neugierig-rastloser Reisender“) schon mal ante mortem zu verballern.

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Kategorie(n): Kultur 

  22.11.2014   14:16   Leserkommentare (3)

Das hat aber nichts mit dem EEG zu tun

“Die Zahl der Stromsperren hat sich im vergangenen Jahr erneut erhöht. 344.798 Haushaltskunden in der Grundversorgung wurde 2013 zeitweise der Strom abgeklemmt, heißt es im Monitoringbericht der Bundesnetzagentur (BNetzA), der offiziell Anfang Dezember vorgestellt werden soll und der SPIEGEL ONLINE vorab vorliegt. Das waren gut 23.000 Sperrungen mehr als 2012 und rund 33.000 mehr als 2011.”
http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/strom-laut-bundesnetzagentur-waren-345-000-haushalte-mit-stromsperre-a-1004435.html

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Kategorie(n): Wirtschaft 

  19.11.2014   15:44   Leserkommentare (10)

Im Blechnapf ist kein Tofu. Der Fall Jakob S.

Werner S., 64, steht auf der Hamburger Edelmeile Jungfernstieg, neben sich ein Plakat. Auf dem steht: „Elsner gib mir meinen Sohn zurück.“ Eine Szene, fast wie 1977 in Buenos Aires. Damals waren es Mütter der „Desaparecidos“, der Verschwundenen, die auf der Plaza de Mayo die Militärjunta anklagten. Werner S., Vater von vier Kindern, „ein Typ der leisen Worte“, fordert mehrmals in der Woche stumm die Freiheit seines Sohnes Jakob ein. Er hält auch vor dem Rathaus und dem Justizgebäudekomplex Mahnwache. Denn seit dem 27. August ist die Familie „des ehemaligen SPD-Mitglieds“ nicht mehr dieselbe. „Einer fehlt“, wie die „Hamburger Morgenpost“ in einem einfühlsamen Bericht über das Drama schreibt.

Was ist geschehen im Unrechtsstadtstaat Hamburg?

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Kategorie(n): Bunte Welt 

  12.11.2014   10:46   Leserkommentare (9)

Iran mit Poesie und Rosenduft

Sie lieben exotische Gegenden, haben 2600 Euro übrig und besitzen einen Pass, der „auf keinen Fall Visa oder Einreisestempel von Israel aufweisen darf“? Dann wird es Zeit für eine 10-tägige Rundreise durch ein „Land der Paradiesgärten, der Poesie und der türkisblauen Kuppeln, überreich an Kunstschätzen“. Dort erwarten Sie „Höhepunkte islamischer Baukunst und Begegnungen mit gastfreundlichen Menschen, die Sie ‚Khosch Amadid’ – Herzlich willkommen – heißen“. So steht es geschrieben. Und zwar in der Werbung für die „Stern“-Leserreise „Iran – Poesie und Rosenduft“. Durchgeführt wird die Tour von Studiosus. Der Münchener Veranstalter operiert in dem lukrativen, von Oberstudienräten a.D. und geistesverwandten Kohorten geschätzten Segment der Kulturreisen.

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Kategorie(n): Bunte Welt