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Beiträge von  

  21.07.2014   13:12   Leserkommentare (2)

Wind und Sonne bitten zur Kasse

„Der Irrsinn der deutschen Ökostromförderung geht weiter. Jetzt wird das als ökologisch sinnvoll geltende Fahren mit Bus und Bahn teuer. Mit der EEG-Reform will Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel eigentlich die steigenden Ökostromausgaben der Privatverbraucher eindämmen. Unternehmen sollen dann mehr zahlen. Was er unter den Tisch fallen lässt: Unternehmen geben steigende Kosten an die Kunden weiter.“
http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/wirtschaftspolitik/radfahrer-zahlen-mit-kommentar-zum-teuren-nahverkehr-13055818.html

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Kategorie(n): Wirtschaft 

  18.07.2014   07:35   Leserkommentare (2)

Kein Fernsehruhm für Carsten R.

„Für Carsten Rodbertus wird es eng“, schreibt die SZ. „Nun ermitteln die Strafverfolger gegen den Gründer und ehemaligen Chef des inzwischen insolventen Windenergie-Unternehmens Prokon.“ Es gehe um den um den Anfangsverdacht der Insolvenzverschleppung und des Anlagebetrugs. Auch wegen „weiterer Wirtschaftsdelikte“ wird laut FAZ ermittelt. Ein richtig dicker Hund also, der da vor der holzgetäfelten Prokon-Zentrale in Itzehoe hockt.

Der Prokon-Skandal ist eigentlich eine Traumvorlage für TV-Produzenten mit einem Näschen für zeittypischen Käse. Dieser Fall enthält einfach alles, woraus man ein süffisantes, intelligent geschriebenes, prominent besetztes Fernsehsatyrspiel für die Prime Time bauen könnte.

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Kategorie(n): Inland  Kultur  Wirtschaft 

  11.07.2014   18:29   Leserkommentare (2)

Was wirklich ärgerlich an der WM ist

Egal wer am Sonntag Meister im Mann- und Balltreten wird, etwas ist ärgerlich an der WM. Nein, ich meine nicht das Schlandfähnchenschwenken, die schwarzrotgoldenen Präser über den Autospiegeln oder die gesichtsbemalten Horden auf den Rängen und Plätzen. Derlei Folkore zelebriert jeder Stamm auf der Welt, seit Urzeiten. Um das Lagerfeuer wird gesteppt. Allein in den Kuckucksnestern der genuin deutschen „Antideutschen“ wird so etwas als Trockenübung für den Dritten Weltkrieg missverstanden. Höchst real dagegen ist diese Bedrohung: Sobald die Quotenbilanzen der Fernsehsender für das Jahr 2014 vorliegen, werden die Schnarchsäcke von ARD und ZDF sich einmal mehr als strahlende Sieger präsentieren.

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Kategorie(n): Kultur 

  09.07.2014   00:14   Leserkommentare (2)

Kraut & Reporter

„Krautreporter“ nennt sich ein journalistisches Projekt, das den online-Journalismus retten möchte. Denn, so befinden die Krauter: „Der online-Journalismus ist kaputt“. Die gute Botschaft: „Wir kriegen das wieder hin.“ Prima, aber wie? Sehr einfach: „Mit gutem Journalismus: Reportagen, Recherchen, Porträts und Erklärstücken. Über Themen, mit denen wir uns auskennen. Mit der Zeit, die nötig ist, um eine gute Geschichte zu erzählen. Und den Hintergründen, um zu verstehen, was auf der Welt passiert.“

Wem dieses Lied irgendwie gecovert in den Ohren klingt (ungefähr jeder Chefredakteur der alten Print-Schule, welcher ein marodes Presswerk relaunchen wollte oder ein neues, in der Regel alsbald ebenso glückloses aus dem Taufbecken hob, hat es schon mal auf seinem Leierkasten abgenudelt), muss wissen: unsere 27 Krautreporter sind anders!

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Kategorie(n): Kultur 

  03.07.2014   10:42   Leserkommentare (5)

Selbst wenn. Aus dem Reich des Fairen

Als Schüler hatte ich mal einen Ferienjob in einer Gummiwarenfabrik. Die Firma stellte auch Kondome her. Letztere wurden ausschließlich von mies entlohnten Frauen verpackt. Irgendwann kam das Gerücht auf, Präser-Käufer hätten Zettelchen in den Packungen gefunden, auf denen Arbeiterinnen sexuelle Gefälligkeiten anboten. Auch Telefonnummern hätten auf den Zetteln gestanden. Sicher eine Wanderlegende. Kaum eine Bandarbeiterin besaß ja in den 1960ern einen eigenen Telefonanschluss. Oder handelte es sich um eine Scherzfalle? Wäre der frohe Finder eines solchen Zettels drauf reingefallen, so hätte er bei seinem Anruf am anderen Ende der Leitung vermutlich schallendes Gelächter vernommen.

Aber das Gerücht beflügelte unsere Phantasie. War nicht doch womöglich was dran?

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Kategorie(n): Kultur  Wirtschaft 

  24.06.2014   10:55   Leserkommentare (3)

Ypern 2014. Ein Feldbesuch

Nordwestlich von Ypern stehen saubere weiße Grabsteine akkurat in Reih und Glied. 11.954 an der Zahl, Schadensfälle des Ersten Weltkriegs. Die Namen von weiteren ungefähr 35.000 Gefallenen sind in die Mauern der Gedenkstätte Tyne Cot eingraviert, wo die Briten nach dem vierjährigen Gemetzel den größten Kriegsfriedhof des Commonwealth angelegt haben. 87 Jahre ist das her. Und es knallt noch immer auf Flanderns Feldern, jetzt, im Frühsommer, da Kartoffeln und Getreide, Erdbeeren und Hopfen gedeihen. Die dumpfen Geräusche, die sich an den Steinmauern des Memorials brechen, stammen von akustischen Apparaten, mit denen Bauern die auf den Äckern räubernden Vögel zu vergrämen versuchen.

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Kategorie(n): Ausland  Kultur 

  22.06.2014   14:16   Leserkommentare (im Wartemodus)

Erneuerbare Pannenenergie

“Bard 1, das rund hundert Kilometer vor der friesischen Küste in der Nordsee liegt, war erst vergangenen August in Betrieb genommen worden. Schon Mitte Januar kam es zu ersten Problemen in der Übertragungsstation, die den Windstrom an Land leitet. Im Februar musste die Anlage wegen Überlastungen drei weitere Male abgeschaltet werden. Ende März schließlich kam es zu einem Schwelbrand und damit zum vorläufigen Ausfall. Der von Brad 1 gelieferte Strom habe nicht den technischen Anforderungen entsprochen, so Netzbetreiber Tennet.”
http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/windenergie-offshore-windpark-bard-1-bleibt-offline-a-976703.html

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Kategorie(n): Wirtschaft 

  18.06.2014   20:45   Leserkommentare (6)

Viel zu früh

Gute Nachrufe sind schwer zu schreiben, ebenso wie gelungene Sexszenen. Jetzt, da die veröffentlichte Trauerwoge über die „große Leiche“ (Theodor Storm in „Der Schimmelreiter“) mählich abebbt, darf man es wohl mal aussprechen: Das meiste, was zum Tod von Frank Schirrmacher in Umlauf gebracht wurde, war von einer Art, dass sich der Verstorbene, hätte er es lesen können, „noch ein paar Meter tiefer unter die Erde schämen würde“ (Zitat eines ob des seitendeckenden Geschwurbels Genervten, welches ich leider nicht mehr im Netz finden kann, vielleicht wurde es aus Pietätsgründen gelöscht). Was mir in diesem Zusammenhang auffiel, war der inflationäre Gebrauch der Vier-Worte-Kombi „viel zu früher Tod“, zuletzt gelesen im gedruckten „Spiegel“ aus der Meinungsmanufaktur von Jakob Augstein.

Was will uns diese Wendung sagen?

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Kategorie(n): Kultur