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Beiträge von  

  27.01.2015   10:23   Leserkommentare (im Wartemodus)

Deutschland hat den Superveganer

Was haben Pegida-Demonstranten und Veganer gemeinsam? Dies: Bis vor kurzem redete noch kein Schwein von ihnen. Mittlerweile sind beide in aller Munde. Das verdanken sie den Medien. Deren Sympathien sind zwar ungleich verteilt, aber der Effekt ist derselbe: großes Bohei um kleine Truppen. Befassen wir uns mal nicht mit islamfreien Patrioten, sondern mit den Anhängern tierproduktefreier Ernährung. Kaum ein Medium, vom „Trierischen Volksfreund“ bis zur ARD, das nicht Veganer auf der Straße einvernimmt, beim Bruzzeln „total leckerer“ Tofu-Gerichte begleitet oder gleich in die Studio-Bütt schleift.

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Kategorie(n): Kultur 

  23.01.2015   01:28   Leserkommentare (4)

„Der erste Pegida-Tote“

Dass nicht gerade wenigen Pegida- oder Legida-Anhängern oder wer auch immer unter diesen seltsamen Labels mitläuft, die islamistischen Anschläge in Paris hochwillkommen waren, steht außer Frage. Eine steilere Vorlage konnte es für sie kaum geben. Dass der gewaltsame Tod eines Asylbewerbers in Dresden zeitgleich geschah zu einem Pegida-„Aufmarsch“ (so bezeichnen viele Medien das, was sie „Demonstration“ zu nennen belieben, wenn ihnen die Anliegen von größeren Menschenansammlungen genehmer sind), beflügelte Spekulationen. Wer will, kann sie leicht im Netz finden. Unredlich wäre, so zu tun, als hätte den Tenor vieler Berichte nicht die klammheimliche Hoffnung grundiert, es möge doch bitte ein Neonazi sein, der Khaled I. umgebracht hatte.

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Kategorie(n): Kultur 

  21.01.2015   07:00   Leserkommentare (7)

Til Schweiger trinkt keinen Kakao

Der Schauspieler, Regisseur, Produzent und Wassonstnochalles Til Schweiger hat wieder einen Treffer gelandet. „Honig im Kopf“ ist die, sagen wir mal Tramödie um einen an Alzheimer erkrankten Alten (Dieter Hallervorden). Den möchte sein Sohn (Schweiger) gern ins Heim entsorgen, was die Enkelin (Schweiger-Tochter Emma) clever sabotiert. Ich habe den Film weder gesehen noch werde ich dies tun, aus Desinteresse am Thema. Finde aber erstaunlich, dass man mit einem solchen Stoff innerhalb von vier Wochen 3,5 Millionen Zuschauer in die Kinosessel kriegt. Wahrscheinlich wird das Werk am Ende sechs Millionen oder so Zuschauer eingesammelt haben, wie schon Schweigers „Keinohrhasen“. Und ja, das ist gut.

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Kategorie(n): Kultur 

  14.01.2015   13:02   Leserkommentare (6)

Der Dummschwatz des Jahres

Und das Unwort des Jahres heißt…“Lügenpresse“! Das haben die Medien, ob nur mal gelegentlich, bei passendem Anlass auch öfters oder gar überwiegend lügnerisch tätig, gestern und heute flächendeckend und dankbar vermeldet. Es lag in der Dresdner Luft, sozusagen. Voraussehbar wie die Besetzung einer Frank Plasberg-Talkrunde zum Thema Islam. Dass die in die Jahre gekommene Unwort-Kür eines wichtigtuerischen Professoren-Klüngels, die letzthin in den Medien meist nur unter Vermischtes lief, heuer prominent vermeldet wurde (NDR-Anmoderation: „Jetzt ist es raus, wie Sie sicher schon in den Nachrichten gehört haben“), hat mit einer unerhörten Tatsache zu tun. Die für Millionen Menschen Meinungen emittierende Klasse dieser Republik fühlt sich durch ein paar tausend Protestierende schwer auf den Schlips getreten.

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Kategorie(n): Kultur 

  10.01.2015   22:08   Leserkommentare (im Wartemodus)

Elvis zum Achtzigsten

„Weil die Alten ihn hassten, liebten wir ihn doppelt. Ihr Gezeter über die Negermusik konnte nicht kaschieren, worum es wirklich ging. Es war die dumpfe Wut von Kriegsverlierern. Elvis war aus dem Land der Sieger, und Kinder mögen Sieger. Den Gorilla mit der Gitarre, den Hüftwackler, den epileptischen Gartenschlauch schimpften sie ihn. Oder, wie der »Spiegel«: den aus dem Hinterwäldler-Staat. Vom Wimmersänger und Hüftwackler berichtete die »Zeit«. Die Funktionäre in der DDR erklärten ihn zur Waffe des Kalten Krieges. Wir hielten uns an die »Bravo«. Mehr als 30-mal war er auf dem Titel.“
http://www.stern.de/kultur/musik/elvis-presley-der-koenig-lebt-272938.html

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Kategorie(n): Kultur 

  08.01.2015   22:50   Leserkommentare (8)

Aus einer Frankfurter Gummizelle

„Noch nie sind sich islamistische Terroristen und islamophobe Radikale so nahe gewesen wie in dem Schlachthaus, in das die Mörder das Redaktionsgebäude von Charlie Hebdo verwandelten. Was sie verbindet, ist ihr Hass auf die ‚Lügenpresse’, dem die Demonstranten in Dresden Montag für Montag grölend Ausdruck verleihen – nichts anders trieb die Attentäter an, die versuchten, die Lügenpresse zum Schweigen zu bringen.“
http://www.fr-online.de/terror/anschlag-auf—charlie-hebdo—moerder-und-leichenschaender,29500876,29508128.html

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Kategorie(n): Bunte Welt 

  08.01.2015   15:22   Leserkommentare (14)

Die ist bestimmt nicht Charlie

Den Namen des Satiremagazins „Titanic“ kennen viele, vor allem Journalisten. Die Titanic war mal richtig gut; damals, als sie noch den Kohl hatte und die Wiedervereinigung. Heute wird sie offenbar kaum mehr gelesen. Anders erschließt sich nicht, warum deutsche Medien gestern behaupteten, „inhaltlich“ sei „Charlie Hebdo der Titanic vergleichbar“. Hä? Charlie ist (oder war) eine Schnellfeuerkanone des anarchischen Brachialhumors, die wahrhaftig vor nichts zurückschreckt. Die Titanic wirkt dagegen wie eine mit kleinkalibrigem Ulk armierte Schwester von Gremlizas Klugscheißerkurier „Konkret“.

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Kategorie(n): Kultur 

  07.01.2015   15:25   Leserkommentare (5)

Wie „taz“-Leser kondolieren (Auswahl)

„Hanna“: „Na dann, Wasser auf die Mühlen von PEGIDA… Nächsten Montag in Dresden 25.000?!?“

„Horsti: “Wenn das so weitergeht, kann Frau Le Pen bald in den Präsidentenpalast einziehen. Den Angehörigen mein Beileid.“

„Argada“: „Der Ausspruch ‚Diese Barbarei ist ein Schock für Frankreich’ ist mit einem Nebensatz zu ergänzen: ‚und eine grandiose Anschubhilfe für Le Pens & Pegidas’. Ein doppeltes Drama.“

„Arribert“: „Madame Le Pen wird sich die Hände reiben. Der Hass wird jetzt alle Moslems treffen. Vielleicht war das auch genau das Ziel, eine zunehmende Radikalisierung, der ohnehin Ausgegrenzten.“

„Mafalda“: „Schrecklich. Mir fehlen die Worte. Die Islamophobie wird neuen Aufschwung bekommen.“

„Reinhold S.“: „Ungeachtet des aktuellen Verbrechens gilt auch weiterhin: Kein...

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Kategorie(n): Bunte Welt