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  18.09.2014   11:34   Leserkommentare (9)

Neues Kinderspiel: Lustiges Windräderzählen

Um jahrhundertealte Kulturlandschaften ästhetisch zu ruinieren, und zwar zügig, dazu braucht es robuste Mandate. Das EEG, vor allem, sowie die mittels der EEG-Milliardensubventionen alimentierte Windradindustrie, welche bestens mit Politik und Medien vernetzt ist. Es braucht allerdings auch Bürger, die klaglos oder billigend in Kauf nehmen, dass ihr Land mit Riesenspargeln von derzeit 186 Meter Höhe (demnächst geht’s weiter himmelwärts) zugestellt wird. Da liegt manches im Argen. Vielerorts haben sich Widerstandsnester gebildet, sogar beim NABU. Immer mehr Bürger votieren gegen Rotorenterror und Stromtrassenmonster, schreiben wütende Leserbriefe, ziehen vor Gericht. Manche wählen gar die AfD. Was ist zu tun?

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Kategorie(n): Kultur  Bunte Welt 

  16.09.2014   10:38   Leserkommentare (1)

Lieber Bond als Kleber

Nur wer die letzten 52 Jahre in Nordkorea oder auf dem Mars verbracht hat, kennt ihn nicht. James Bond heißt der Mann, und man benötigt schon einen leistungsstarken Rechner, um festzustellen, wie oft seine Abenteuer auf ARD, ZDF, RTL, Sat1, Pro7 und einem Dutzend anderer Sender bereits wiederholt wurden. Als Programmfüller taugt die Serie immer. Deshalb zeigt das ZDF, das schon im Vorjahr eine geballte Bond-Dröhnung gesendet hatte, ab dem 15. September 2014 erneut „eine James-Bond-Reihe, wie es sie in dieser Form noch nicht gegeben hat“ (ZDF). Sie umfasst stolze 17 Filme. So sieht öffentlich-rechtliche Grundversorgung aus: Demokratieabgabe kassieren und olle Kamellen abnudeln. Andererseits, möglicherweise erspart uns das die eine oder andere Krimiquarkschnitte à la Dominik Graf. Oder Kuschel-Interviews von Claus Kleber mit...

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Kategorie(n): Kultur 

  08.09.2014   16:16   Leserkommentare (4)

Siegfried Lenz und die windradfreie Zone

„Die Flut ist pünktlich“ heißt eine kleine Erzählung von Siegfried Lenz aus dem Jahre 1953. Das ZDF hat sie verfilmt, weil das ZDF alles von Lenz verfilmt, was die ARD noch nicht verfilmt hat. Dereinst wird das Zweite mutmaßlich auch die Einkaufszettel des Altmeisters verfilmen, sollten sich im Nachlass welche finden. Der Film „Die Flut war pünktlich“ ist wieder mal ein schwer auf Herz und Hirn drückendes Produkt aus dem öffentlich-rechtlichen Tragödienstadl geworden, in dem Schuld und Sühne wabern wie Nebelbänke an der Waterkant. Schwerstblütige Dialoge wechseln sich mit bedeutungshochschwangeren Blicken und Gesten ab; alles ist grimmepreisverdächtig auf Kammerspiel gemollt und per HIV-Problematik à jour genordet. Dunkel klimpert das Klavier zu Sätzen für die Ewigkeit: „Es gab da diese Frau.“ – „Ich hatte Angst, dich zu verlieren“. Aber die Landschaftsbilder! Zum Niederknien. Wie die Wiederholung des Films auf ZDFneo gestern Abend erneut zeigte.

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Kategorie(n): Kultur 

  06.09.2014   13:55   Leserkommentare (6)

Wenn die Schollen Trauer tragen

Okay, es war mein Fehler. Ich hätte wissen müssen: Wenn Staatsfunker wie die vom NDR eine Einrichtung wie das Ozeaneum in Stralsund verdächtig oft bejubeln, dann muss an Letzterem was faul sein. Hat mich 16 Euro Eintritt gekostet, diese Wahrscheinlichkeit prompt bewiesen zu bekommen. Der 2008 unter großem Brimborium eröffnete Bau („Norddeutschlands größter Museumsneubau“) ist architektonisch licht und luftig, inhaltlich aber untermittelprächtig, verglichen mit Meeresmuseen in Frankreich oder England. Da gibt es zu viel Präpariertes, Ausgestopftes, Ausgestelltes, zu wenig Lebendiges, sinnlich Erfassbares. Und viel zu viel ideologischen Müll.

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Kategorie(n): Kultur  Wissen 

  03.09.2014   09:34   Leserkommentare (1)

Die grüne Revolution entlässt ihre Kinder

Traurig, traurig: Da hat einer viele Jahre lang alles ökokorrekt gemacht: Bio-Gemüse und Bio-Kartoffeln angebaut, einen Bio-Hofladen aufgebaut, eine Reitschule für bioaffine Mädels eröffnet, mutmaßlich immer brav die Biopartei gewählt – und dann kommen Biomaisbauern mit dicken Brieftaschen daher und machen alles kaputt. Schuld ist das Gesetz über die „Erneuerbaren Energien“, dämmert es dem Verlierer jetzt. Seine Ehefrau glaubt tapfer: Das können unsere Grünen nicht gewollt haben! Lesen Sie das Drama eines richtigen Biolebens im falschen:
http://www.shz.de/lokales/eckernfoerder-zeitung/biogas-kostet-biobauern-die-existenz-id7509466.html

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Kategorie(n): Wirtschaft 

  02.09.2014   10:18   Leserkommentare (7)

Die SU ist auferstanden! In Niedersachsen

Wer es sich als abenteuerlustiger Autofahrer vor Jahrzehnten antat, aus dem Westen in die Sowjetunion zu fahren, wusste: Auf den Transitstrecken bloß nicht lange anhalten! Einmal pinkeln war okay, aber nur kurz. Westliche Wagen, die zum Beispiel aus Finnland kamen, wurden am Grenzübergang registriert und an Checkpoints im Land bis auf die Schaumpolster auseinandergenommen, wenn sie zu lange auf Achse gewesen waren. Die SU-Grenzer hatten einen Mittelwert errechnet, den man auf volkseigenen Schrottpisten erreichen konnte. Wehe, man hatte getrödelt! Vermutet wurde, dass man sich an der Strecke mit Dissidenten getroffen oder andere Verbrechen begangen hatte. Niedersachsen SPD-Innenminister möchte ähnliche Kontrollen einführen, bloß andersrum. Wer zu schnell ist, den soll demnächst das bunte Ökoleben bestrafen. Aus „Spiegel online“:

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Kategorie(n): Kultur 

  25.08.2014   14:00   Leserkommentare (4)

Verehrter Volker Schlöndorff,

Sie sind gerade auf Interviewtour für Ihren neuen, sicher wieder mal perfekt inszenierten und toll ausgestatteten Film. Er heißt „Diplomatie“. Es geht darin um den deutschen Stadtkommandanten von Paris, den ein schwedischer Diplomat im August 1944 dazu überredet, ja geradezu bequasselt, die von Hitler befohlene Zerstörung der französischen Hauptstadt zu sabotieren. In der „Ostsee-Zeitung“ sagen Sie über Ihre Intention: „Ich möchte zeigen, dass man mit Worten mehr bewegen kann als mit Waffen, so wie es der schwedische Generalkonsul Raoul Nordling damals bewiesen hat. Diplomatie wird als Kunst heute vernachlässigt.“ Der letzte Satz klingt nicht ganz falsch, schaut man sich den amtierenden deutschen Außenministerdarsteller an. Aber verhält es sich nicht eigentlich so, dass zu der Kunst der Diplomatie zwei Seiten gehören, die miteinander reden wollen?

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Kategorie(n): Kultur 

  21.08.2014   07:56   Leserkommentare (10)

Achtung, Satire! Deutschland macht sich nass

Kein Witz, aber komisch: „Facebook testet in den USA einen Hinweis für Satire-Meldungen. Die Nutzer wünschten sich bessere Möglichkeiten, um satirische Artikel von anderen Inhalten unterscheiden zu können, so ein Facebook-Sprecher. Testweise erscheine deshalb ein Satire-Hinweis vor Links auf Spaß-Meldungen im Internet.“

Liebes Facebook, solcher Hinweise bedarf es in Deutschland nicht. Satire erkennt man bei uns einfach daran, dass es nichts zu lachen gibt. Was auf „Spiegel online“ unter „Spam - Satire“ oder bei der „taz“ als „Die Wahrheit“ läuft, ist so mundwinkelliftend wie ein Furzkissen, welches einem Besoffenen auf dem Oktoberfest untergeschoben wird.

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Kategorie(n): Kultur